Hauptausgabe Dresden

Sie ist hier die Chefin

Journalist geworden bin ich aus Versehen. Ich studierte „Sprachen, Wirtschafts- und Kulturraumstudien“ . Wie sich schon erahnen lässt: ein Studiengang mit viel Freiraum für die berufliche Gestaltung. Also sollte es im sechsten Semester ein Praktikum bei einer Zeitung sein, um auszuschließen, dass Journalismus etwas für mich ist. Ein Irrtum. Mit vollem Herzblut schrieb ich einen Text über die Probleme des örtlichen Gewerbevereins. Und einen weiteren über den Polizei-Kasper, der Kinder auf Gefahren im Verkehr hinweist. Und einen weiteren über japanische Austauschschülerinnen. Keine großen Würfe, aber der Anfang einer langen Liebe zum Beruf.

Zur SZ gekommen bin ich, weil ich nach dem Studium etwas Neues kennenlernen wollte. Dresden faszinierte mich. Eine Stadt im Umbruch, wo vieles entsteht, das aber auch intensiv ausgehandelt wird.

So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

Morgens: Reden, lesen, reden, Mails checken, Anrufe entgegennehmen, Konkurrenz-Zeitungen lesen.
Konferenzen von 10.30 Uhr bis 13 Uhr zur Abstimmung der aktuellen Ausgabe
Zwischendrin: Nachrichtenlage checken, Fotografen und Schreiber losschicken, Bilder auswählen
14 Uhr: Besprechungen und Verwaltung
Ab 15 Uhr: Redigieren der Artikel, noch mehr Bilder aussuchen, Änderungen besprechen
17 Uhr: die große Ressortrunde: Überschriften-Check der aktuellen Ausgabe. Versteht man die? Sind sie gut? Dann Klärung: Was ist noch offen? Schließlich Absprechen der Themen für den nächsten Tag.
Bis etwa 20.30 Uhr: Redigieren der restlichen Seiten: Wir produzieren bis zu 18 Seiten pro Tag.

Ich mag an meinem Job die Abwechslung. Als Journalist darf man viele Leute Vieles fragen. Es gibt keinen anderen Beruf, wo Neugier und Interesse an anderen Menschen so gern gesehen werden.

Meine beste Story: Der Lokaljournalismus hat den schönen Vorteil, dass man mit seinen Artikeln helfen kann. Zum Beispiel einer total engagierten Erzieherin, die wegen veralteter Formalien nach langem Studium keinen Job in ihrem Traumberuf fand. Durch meinen Text wurde jemand auf sie aufmerksam. Jetzt darf sie eine eigene Kita gründen.

Die Stadtredaktion Dresden

Die Stadtredaktion Dresden

Das ist die Dresdner Mannschaft

Wir sind die Truppe, die immer unterwegs ist. Deswegen ist es auch unmöglich, alle aufs Bild zu bekommen. Wir haben Experten für Schulen und Bildung, den Verkehr, Bau, Gesundheit und Soziales. Aber eigentlich muss jeder für alle Aufgaben gewappnet sein. Denn das ist das Reizvolle am Lokaljournalismus: Man hat alle Ressorts (Kultur, Wirtschaft, Politik, Buntes) im Kleinen vereint und kann ganz schnell vom Einen ins Andere wechseln.

So erreichst du die Redaktion in Dresden:

Du willst ein Praktikum in der Dresdner Redaktion machen, als freier Mitarbeiter schreiben oder du hast einfach nur eine Frage? Dann schreib’ der Redaktion einfach eine Mail oder ruf an:

Telefon: (0351) 48 64 2210
Mail: sz.dresden@dd-v.de

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