Riesa

Jens Ostrowski, Lokalchef Riesa

Jens Ostrowski, Lokalchef Riesa

Er ist hier der Chef

Ich bin Journalist geworden, weil mich die tägliche Herausforderung reizt. Während die Waschmittel-Branche von einem guten Produkt über Jahre profitieren kann, müssen Journalisten die Zeitung jeden Tag neu erfinden. Mein hoch gestecktes Ziel: Leser mit starken Bildern, emotionalen Texten und überraschenden Inhalten zu begeistern. Täglich.

Zur SZ gekommen bin ich im März 2011, nachdem ich mich auf die ausgeschriebene Stelle beworben hatte. Gereizt hat mich die große Verantwortung, in jungen Jahren eine Redaktion zu leiten.

Das mag ich an meinen Job: Man läuft den Menschen, über die man schreibt, immer wieder über den Weg. Morgens beim Bäcker, nachmittags auf der Straße, abends im Kino. Saubere und faire Berichterstattung ist deshalb im Lokalen besonders wichtig. Hofberichterstattung aber geht gar nicht.

Mein typischer Arbeitsalltag: Den ersten Kaffee des Tages genießen SZ lesen/Sich darüber ärgern, was man alles hätte besser machen können/Mit den Kollegen über die Themen des Tages und deren Umsetzung sprechen/Konferenz mit den Redakteuren der Elbland-Redaktionen inklusive Blattkritik/Den zweiten Kaffee des Tages genießen/Themenfindung, Umsetzung und Termin-Besuche/Lob und Kritik von Lesern einstecken/Themenkonferenz für den kommenden Tag inklusive Zwischenkritik der aktuellen Ausgabe/Kuchen essen (den gibt’s bei uns immer freitags) und den dritten Kaffee des Tages trinken/Seitenabnahme.

Das gefällt mir an meiner Region: Gut, an den Dialekt muss man sich als Dortmunder erst gewöhnen, aber sonst sind die Riesaer so gestrickt wie die Menschen im Ruhrgebiet: bodenständig, ehrlich und direkt. Malocher eben.

Das war meine bisher beste Story: Eine Reportage über die letzte Überlebende der Titanic-Katastrophe, erschienen von München bis Kiel – aber leider nicht in der Sächsischen Zeitung.

Die SZ-Redaktion in Riesa

Die SZ-Redaktion in Riesa

Das ist die Riesaer Mannschaft

Allem voran sind wir die jüngste Lokalredaktion im gesamten SZ-Land. Der Altersdurchschnitt liegt bei uns bei 34,3 Jahren. Wobei unsere gute Seele Birgit, die im Sekretariat das Sagen hat, den Schnitt mit ihren 54 Jahren rasant nach oben treibt. Birgit ist somit die erfahrenste und dienstälteste Kollegin der Redaktion. Sie hat bereits zu DDR-Zeiten hier gearbeitet. Gemeinsam mit Claudia sorgt sie im Sekretariat dafür, dass wir unsere Termine einhalten, dass die Service-Seite den Riesaern den Weg weist – und auch, dass wir Redakteure bei unserer Arbeit nicht einschlafen. Denn die beiden verwöhnen uns täglich mit frischem Kaffee.

Wir – das sind übrigens Jane, Antje, Robert und Jens – versuchen täglich, spannende Themen vom Tage und überraschende Geschichten von der Straße ins Blatt zu hieven. Dafür schauen wir möglichst wenig in den Terminkalender und begeben uns stattdessen auf die Suche nach eigenen Geschichten. Denn wir wollen uns nicht vordiktieren lassen, über welche Themen in der Stadt wir berichten.

Bei unserer täglichen Arbeit hilft uns eine ganze Menge an freien Mitarbeitern. Einige arbeiten bei uns als Pauschalisten und sind ganze Tage da. Andere werden punktuell auf einzelne Themen angesetzt. Ganz wichtig ist uns die gemeinsame Mittagspause. Auch dort entstehen zahlreiche Ideen für unsere Zeitung.

Das ist typisch für die Region:

Unser Verbreitungsgebiet ist deckungsgleich mit dem Altkreis Riesa, der in der DDR-Zeit entstand. Riesa ist mit etwa 35.000 Einwohnern die größte Stadt. Neben ihr gibt es noch die Städte Gröditz und Strehla sowie die Gemeinden Glaubitz, Nünchritz, Nauwalde, Hirschstein, Zeithain, Wülknitz, Röderaue und Stauchitz.

Dass in unserer Region die Justizvollzugsanstalt Zeithain sowie die Gedenkstätte Ehrenhain Zeithain und zahlreiche große Arbeitgeber wie die Wacker Chemie AG in Nünchritz und das Feralpi-Stahlwerk in Riesa ansässig sind, gestaltet unsere Arbeit hier nur noch spannender.

So ticken die Riesaer:

Die Menschen, die im Altkreis leben, machen unsere Arbeit nicht immer einfach. Denn sie sind besonders kritisch und wachsam. Fehler und Unstimmigkeiten in der Zeitung entgehen ihnen nicht. Dank ihrer ausgeprägten ehrlichen Art melden sich Leser bei uns aber nicht nur, wenn es etwas zu meckern gibt. Sie können auch loben.

So erreichst du die Redaktion in Riesa:

Du willst ein Praktikum in der Riesaer Redaktion machen, als freier Mitarbeiter schreiben oder du hast einfach nur eine Frage? Dann schreib’ der Redaktion einfach eine Mail oder ruf an:

Telefon: (03525) 7241 5710
Mail: sz.riesa@dd-v.de

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