Ressort Wissenschaft & Hochschule

Stephan Schön, Ressortleiter Wissen und Hochschule

Stephan Schön, Ressortleiter Wissen und Hochschule

Er ist hier der Chef

Ich wollte schon immer Journalist werden, aber Fotograf. An der Uni Leipzig gab’s jedoch nur das Texten als Studium. Also studierte ich Text. Um es genau zu sagen: Wissenschaftsjournalismus. Das allerdings war die Entdeckung für mich. Das passte, denn wenn nicht Journalist, dann wäre ich wohl Physiker geworden. Ach ja, die Fotografie? Die ist geblieben, als Hobby und bei großen Reportagen auch für die Zeitung.

Ich bin zur SZ gekommen… zugegeben, was ich nie wollte. Irgendwo in Berlin, bei einem großen Magazin, hatte ich meine Zukunft gesehen. Große Geschichten wollte ich schreiben und am besten noch gute Fotos selbst dazu mitbringen, von möglichst weit her. 1988 sahen andere jedoch meine berufliche Zukunft in Dresden. Staatliche Vermittlung hieß das damals. Was ich nicht einmal ahnte, dass das hier bei der SZ richtig Spaß machen kann für so lange Zeit.

Ich mag den Job hier in Dresden, weil es die großen Geschichten eben nicht nur in Berlin gibt. Nirgends sonst in Ostdeutschland gibt es mehr Institute, Hochschulen, Wissenschaftler und Studenten als in Dresden. Da gibt es Themen im Überfluss. Auch die exotischen Geschichten. Dresdner Forscher gehen auf Gletscher, ich bin dabei. Sie suchen nach Urmenschen in Afrika oder begeben sich mit dem Parabelflug in die Schwerelosigkeit, auch davon berichte ich.  Mehrere Reportagen wurden schon ausgezeichnet, andere waren so interessant, dass sie auch in National Geographic erschienen. Und nun? Wissenschaft in Dresden war nie spannender als heute. Es wird wohl meine Berufung bleiben. Ein bisschen von dieser Begeisterung habe ich als Lehrkraft an der Dresdner Uni den Studenten weitergegeben.

Die beste Story, das war ganz sicher auch die abgefahrenste. Sie beginnt tief im Berg, in der Dachsteinsüdwandhöhle. Dort war ich mit Wissenschaftlern der TU Dresden unterwegs. Mit modernster Lasertechnik erarbeiteten sie ein 3D-Höhlenmodel. Dies aber  so tief im Berg, dass dort unter Tropfsteinen vier Tage biwakiert wurde. Um aus der Höhle wieder rauszukommen, musste ich so wie die anderen auch 70 Meter am senkrechten Seil wieder hinauf, dann klettern und kriechen und wieder klettern – die Wissenschaftler mit ihrer Hightech im Gepäck, ich mit Notizbuch und Kamera. Eine große Geschichte im SZ-Wochenendmagazin beschreibt genau das.

Die SZ-Wissenschaftsredaktion

Die SZ-Wissenschaftsredaktion

 Das ist die Wissenschaftsredaktion

Wissenschaft ist schon ein bisschen wie Zauberei: Unheimlich, unbekannt und unverständlich. Wir, das Ressort für die Wissenschaft, fangen diese Magie ein. Wissenschaft macht Spaß, wenn man sie versteht. Wenn sie verständlich daher kommt. Doch wer weiß schon, was ein Higgs-Teilchen ist. Oder wo nun wirklich die Wiege der Menschheit stand. Was in Schwarzen Löchern verschwindet oder auf dem Mond landet.  

Wir haben die Antwort auch nicht immer gleich parat. Aber wir wissen, wer sich damit auskennt. Wir kennen die Wissenschaftler und Experten an Universitäten, Instituten und anderen Forschungseinrichtungen, die wir ausfragen können. Damit unsere Leser dann nicht erst noch das Wörterbuch „Forscher – Deutsch“ zur Hand nehmen müssen, werden wir für sie zum Dolmetscher.

Keine Forschung geht ohne die Forscher und solche, die es werden wollen. Wer sie treffen will, muss in den Hochschulen des Landes unterwegs sein. Das sind wir. Ob Institutsgründung oder Stellenkürzungen, das findet sich auf der Campus-Seite wieder. Wir streifen durch Labors, mischen uns unter Studenten und Doktoranden oder ziehen mit Forschern auch schon mal durch Wälder und Ausgrabungen. Wissenschaft und Studium passieren täglich neu, schließlich wird ja immer wieder etwas erfunden, entdeckt, entwickelt. Das macht Spaß und ist am Ende spannend zu lesen. Spannender ist es nur noch, dies selbst aufzuschreiben. 

 

So erreichst du die Wissenschaftsredaktion:

Du willst ein Praktikum in der Redaktion machen, als freier Mitarbeiter schreiben oder du hast einfach nur eine Frage? Dann schreib’ der Redaktion einfach eine Mail oder ruf an:

Telefon: (0351) 4864 2275
Mail: sz.wissen@dd-v.de

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