Zittau

Thomas Mielke, Lokalchef Zittau

Thomas Mielke, Lokalchef Zittau

Er ist hier der Chef

Mein Bauch ist immens wichtig für meinen Job: Wenn ich von einem guten Thema höre, kribbelt es. Da muss ich nicht nachdenken. Da bin ich wie elektrisiert. Da muss es losgehen. Ich bin 37 Jahre alt und inzwischen kribbelt es schon seit zwei Jahrzehnten immer wieder. Das erste Mal habe ich es als Pennäler in Zittau gespürt. Damals wollte ich eigentlich Lehrer werden. Doch dann kam die politische Wende und wir konnten eine unabhängige Schülerzeitung gründen. Beim Aufbau des „Quick Change Artists“ habe ich Blut geleckt und bin nicht mehr losgekommen. Schließlich kann man als Journalist relativ leicht seine Neugier stillen und die der anderen gleich mit. Journalismus wird auch nie langweilig und man scheffelt Wissen ohne Ende.

Da lag es nahe, nach dem Abi Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Journalismus zu studieren. Ein Kollege, der mich bei einem meiner vielen Praktika kennengelernt hatte, holte mich zum Schreiben nach Zittau, in die SZ-Lokalredaktion. Reichlich ein Jahr später ging ich als Redakteur nach Hoyerswerda. Sechs Jahre später war ich Chef der Redaktion – dann ging es zurück nach Zittau.

Ich bin Lokaljournalist mit Leib und Seele – und einem regelmäßig kribbelnden Bauch.

Die Lokalredaktion in Zittau

Die Lokalredaktion in Zittau

Das ist die Mannschaft in Zittau

Die Zittauer Lokalredaktion besteht aus vier Redakteuren, vier hauptberuflichen freien Journalisten, sieben nebenberuflichen freien Journalisten und drei Fotografen, die sich wochenweise abwechseln, und zwei Sekretärinnen. Im Gegensatz zu den klassischen Mantelressorts wie Sport, Politik, Wirtschaft, Kultur muss im Lokalen jeder fast alles machen. Für Spezialisierungen sind wir zu wenige Leute. Gerade auch deshalb wird es nie langweilig. Wir berichten über Themen in Zittau und allen Gemeinden, die im Süden des Landkreises Görlitz bzw. direkt im Dreiländereck Polen, Tschechien, Deutschland liegen. In diesem Gebiet leben ungefähr 70.000 Menschen.

So sieht ein typischer Tag bei der SZ in Zittau aus:

Wir planen die Zeitung der nächsten Woche immer donnerstags  – dann nämlich setzen sich alle Mitarbeiter zusammen und brüten die Themen aus, die in der Zeitung stehen würden, wenn nichts Aktuelles passiert. Dieses in einen Wochenplan gegossenes Korsett ist natürlich meist schon Montag hinfällig – denn es passiert immer irgendwas. Täglich diskutiert die Redaktion von Neuem, was nun wirklich in die Zeitung muss. Am Vortag der Veröffentlichung puzzeln wir die einzelnen Themen zusammen. Dazu gehört natürlich die Recherche am Telefon, vor Ort, bei Pressekonferenzen, in Materialsammlungen…

Der Tag fängt 9.30 Uhr an – schließlich sitzen wir abends oft lange. Vor 19 Uhr ist ein normaler Arbeitstag nie zu Ende. Oft dauert er auch deutlich länger. Spätestens am Nachmittag wird es ein bisschen ruhiger in unseren Großraumbüros in der ersten Etage der Zittauer Neustadt 18. Dann rauchen die Köpfe beim Aufschreiben der Artikel, beim Suchen nach den besten Formulierungen, den besten Überschriften, den besten Kommentaren, den besten Bildtexten… Parallel dazu trudeln die Fotos ein. Bis maximal 21.15 Uhr können wir die Zeitung von morgen noch aktualisieren.

Aufreger aus der Region:

In den letzten Wochen haben wir über viele spannende Themen berichtet: Wie geht es der Oderwitzerin, deren Nachbarin ihr Säure ins Gesicht geschüttet hat und die daran fast gestorben wäre? Wer hat dem Mittelherwigsdorfer Bürgermeister Waffen aus dem Haus geklaut? Wie wird das neue Einkaufscenter in Zittau aussehen, für das mehrere denkmalgeschützte Häuser abgerissen werden sollen? Wie fährt es sich im neuen BMX- und Skaterpark, für den Jugendliche zwei Jahre gekämpft haben und der jetzt eingeweiht wurde? Wer soll die 50 Prozent aller Lehrer ersetzen, die bis 2017 in Rente gehen?

Das ist typisch für die Oberlausitzer:

Die Oberlausitzer sind als Granitschädel verschrien. Tatsächlich sind sie konservativ und stur. Aber sie sind auch sehr hilfsbereit, erfinderisch und extrem mit ihrer Heimat verbunden. Die Region ist unter anderem durch das Dreiländereck, das Zittauer Gebirge, die Kleinbahn, die zwei Hochschulen, das Kloster St. Marienthal, die denkmalgeschützte Zittauer Innenstadt, die schlimme Überschwemmung im August 2010 und die Fastentücher bekannt.

So erreichst du die Redaktion in Zittau:

Du willst ein Praktikum in der Zittauer Redaktion machen, als freier Mitarbeiter schreiben oder du hast einfach nur eine Frage? Dann schreib’ der Redaktion einfach eine Mail oder ruf an:

Telefon: (03583) 7755 5850
Mail: sz.zittau@dd-v.de

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