Schreibwerkstatt I – Die Meldung

CameraZOOM-20130524130942691Was macht eigentlich eine gute Reportage aus? Wie schreib ich eine knackige Meldung? Und was war noch einmal ein Feature? In unserer neuen Serie “Schreibwerkstatt” wollen wir euch beibringen, worauf es bei den verschiedenen journalistischen Darstellungsformen ankommt. Teil I: Die Meldung.

Die Meldung, genauer gesagt die Agentur- oder Zeitungsmeldung, ist die kürzeste aller journalistischen Darstellungsformen – und sie kommt sehr häufig vor. Man findet sie überall. Egal ob im Politikressort oder im Sport, im Feuilleton und in der Wirtschaft. Meldungen schreiben gehört also zum wichtigsten Handwerkszeug eines Journalisten.

Ziel der Meldung ist es, zu informieren – kurz und knapp, sachlich und ausgewogen. Sie verzichtet auf schmückendes Beiwerk und blumige Sprache. Die Maxime lautet:  „KISS“ – keep it short and simple.

Jedoch müssen Meldungen auch ausreichend Hintergrund und Beschreibung enthalten, damit der Leser alles verstehen und einordnen kann. Als Journalist kann man sich an den sogenannten sieben  W-Fragen orientieren – auch wenn diese nicht immer alle zwingend in einer Meldung beantwortet werden müssen. Die sieben W-Fragen lauten:

Wer? Was? Wann? Wo? Wie? Warum? Woher? (Quelle)

  • Ein Beispiel: Madrid. Trainer José Mourinho verlässt Real Madrid zum Saisonende. Das verkündete Präsident Florentino Pérez am Abend bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz. Mourinho hatte den spanischen Fußball-Rekordmeister knapp drei Jahre lang trainiert. Der 50-jährige Portugiese verpasste in dieser Saison die Titelverteidigung in Spanien und scheiterte das dritte Mal in Serie im Halbfinale der Champions League. Spanischen Medienberichten zufolge könnte er zu seinem Ex-Verein Chelsea nach London wechseln. (dpa) 20.05.2013 20:20 Uhr

Die klassische Meldung folgt einem strengen Aufbau. Sie beginnt mit dem “Lead” oder “Leadsatz”. In unserem Beispiel „Trainer José Mourinho verlässt Real Madrid zum Saisonende.“ Er enthält die wichtigste und neuste Information. Oft ist es überhaupt nicht so einfach, den Kern einer Nachricht zu erkennen. Dann hilft oft der sogenannte Küchenzuruf. Der erste Satz ist besonders wichtig, da Leser schon nach wenigen Sekunden entscheiden, ob eine Meldung interessant ist.

Trotz seiner Kürze von höchstens 20 Wörtern beantwortet der Leadsatz mindestens die Frage nach dem “Was?”, in den meisten Fällen auch die Frage nach dem “Wer?” ( José Mourinho). Ist zum Beispiel der Zeitpunkt eines Geschehens besonders wichtig, muss auch die Frage nach dem Wann? beantwortet werden.

Wichtig: Der Leadsatz sollte möglichst im Präsens geschrieben und aktiv (statt passiv) sein, so erhält er mehr Spannung und Tempo. Lässt sich die Vergangenheitsform nicht vermeiden, so muss der Lead im Perfekt stehen. Nicht im Imperfekt (ist gegangen, statt ging)!

Der zweite Satz, manchmal auch Detailabsatz genannt, erläutert den Leadsatz und führt ihn weiter. Spätestens hier folgt die Nennung der Quelle, also etwa die Polizei oder wie in unserem Beispiel Real-Präsident Florentino Pérez. Dafür nutzt man in der Regel das Imperfekt.

Es folgen einer oder mehrere Hintergrundsätze, die die Neuigkeiten in einen größeren Zusammenhang einordnen, damit der Leser alle wichtigen Zusammenhänge versteht. Sie beantworten so quasi die Frage nach dem Warum?.

Der letzte Satz gibt hingegen einen Ausblick auf die Zukunft oder auf die Frage „Wie geht es weiter“. Er wird deswegen auch Zukunftssatz genannt.

Fertig ist die klassische Agenturmeldung.

Marco Henkel

Neues aus der Computerspielindustrie

Immer wieder sieht man neue Trailer von Computerspielen im Internet und im Fernsehen. Doch welche Games sind gerade „in“ und wie viel kosten diese Spiele?

Die meisten Gamer freuen sich auf „Grand Theft Auto V“. Dieses Action-Game soll voraussichtlich am 17. September erscheinen, man kann es schon für rund 60 Euro vorbestellen. Die zweitbeliebteste Neuerscheinung ist „Watch Dogs“. Für dieses Spiel von Ubisoft, in welchem man einen Gangster spielt und verschiedenste technische Geräte hacken kann, steht noch kein genaues Erscheinungsdatum fest, doch es soll noch 2013 erscheinen. „Tomb Raider“ ist das drittbeliebteste Game und kostet 43 Euro.

Die Computerfirmen Crytek und Electronic Arts brachten im Februar 2013 den Action-Shooter „Crysis 3“ heraus. Dieses Spiel ist für 49 Euro zu haben. Des Weiteren erschien am 26. März „Bioshock Infinite“. Diese Mischung aus Actionspiel und Shooter-Game kostet rund 40 Euro.

 Ich freue mich besonders auf die Spiele „Battlefield 4“, „Call of Duty: Modern Warfare 4“ und das schon genannte „Grand Theft Auto V“.

Wie man sieht, sind dieses Jahr schon viele neue Computerspiele erschienen. Es werden noch viele schöne Spiele folgen. Wegen diesen vielen, lang ersehnten Neuerscheinungen ist das Jahr 2013 meiner Meinung nach ein besonderes Jahr für Game-Fans.

Alexander Jäger,  9/2, Goethe-Gymnasium Bischofswerda

Hamburg, meine Perle

Hamburg. Tor zur Welt, zweitschönste Stadt an der Elbe – nach Dresden natürlich – und für einen Monat die Heimat von fünf Volontären und freien Mitarbeitern der Sächsischen Zeitung und der Morgenpost. Ein kurzer Bericht über vier anstrengende, spannende, aber auch lustige Wochen an der Henri-Nannen-Schule.

Wenn es so etwas wie eine Elite-Schule für junge Journalisten in Deutschland gibt, dann ist es die Henri-Nannen-Schule (HNS) in Hamburg. Aus tausenden Bewerbern siebt eine Jury, bestehend aus bekannten Journalisten, in einem harten Auswahlverfahren die 20 Besten heraus. Die lernen dann in 18 Monaten alles, was man als guter Journalist können muss. Und zwar unter dem Motto: “Qualität kommt von Qual”. Dieser Spruch, des ehemaligen Schulleiters Wolf Schneider, ist auf einem Schild im Seminarraum für alle gut sichtbar angebracht. Doch die Qualen lohnen sich. Absolventen der HNS landen nach Abschluss beispielweise bei Spiegel, Stern, Zeit oder Geo.

Es ist also schon fast eine Ehre, hier Lernen zu dürfen - auch wenn es nur für vier Wochen ist. Dass in diesem Monat kaum Langeweile aufkommen wird, war mir spätestens beim ersten Blick auf den prall gefüllten Stundenplan klar. Unterricht in Recherche, Meldungen, Reportagen und Interviews – all das und vieles mehr erwartete mich und meine Kollegen – ein wild zusammengewürfelter Haufen aus Volontären, Freien und Redakteuren von ”SZ”, “Morgenpost”, “Spiegel Online”, “Impulse”, “Gala”, “11 Freunde” und sechs Austauschschüler aus der Schweiz.

Tagsüber lernten wir, worauf es bei einer/einem guten Meldung/ Reportage/ Interview/ Rezension/ Überschrift ankommt, brüteten über eigenen Texten und diskutierten über die aktuellen Nachrichten. Wir lachten über unsere missglückten Schreibversuche und kritisierten oder lobten die unserer Mitschüler. Abends jubelten wir den deutschen Mannschaften in der Champions League zu, schauten gemeinsam Tatort oder erkundeten Hamburg. So wurde aus dem zusammengewürfelten Haufen, schnell eine eingespielte Truppe, die diesen Monat und das in dieser Zeit Gelernte bestimmt nicht so schnell vergessen wird.

von Marco Henkel

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Die Journalisten von morgen

Bild zu Bautzen(Frances)Seit knapp einem Jahr treffen sich in der SZ-Lokalredaktion Bautzen jeden Donnerstag acht Schüler. Sie haben auch genaue Vorstellungen, worüber sie berichten wollen.

Die aktuelle Ausgabe der Sächsischen Zeitung liegt in der Mitte des Tisches. Es wird gelesen, geschrieben, aber vor allem wird viel gelacht. Die Atmosphäre ist locker. So sieht ein typischer Nachmittag bei der Schüler-SZ in der Lokalredaktion Bautzen aus. „Bei uns ist es immer lustig und wir haben alle Spaß am Schreiben“, sagt die 15-jährige Gymnasiastin Nadin.

Seit etwa einem Jahr treffen sich die acht Schülerinnen und Schüler einmal in der Woche, um gemeinsam Zeitung zu machen. „Wir üben ganz unterschiedliche Dinge. Zum Beispiel schreiben wir kleine Geschichten, um ein Gefühl für die Sprache zu bekommen. Das ist wichtig“, erklärt Miriam Schönbach. Sie selbst ist als freie Journalistin für die SZ tätig und steht den Jugendlichen bei Fragen zur Seite. Besonders gern erinnern die sich an die vielen Geschichten, denen sie schon nachgegangen sind. „Wir haben mal einen Artikel über Geocaching geschrieben. Das ist wie eine Art elektronische Schnitzeljagd. Das hat Spaß gemacht“, sagt die 18-jährige Josephin. Auch ein Interview mit dem Landrat Michael Harig haben einige der Schüler schon geführt. „Das war schon spannend. Es ging darum, ob man aus der Oberlausitz wegziehen oder doch bleiben sollte. Wir haben uns richtig damit auseinandergesetzt“, sagt die 18-jährige Abiturientin Jule. Sie ist an ihrer Schule bei der Schülerzeitung sogar Chefredakteurin. „Ich will, dass die Menschen mitdenken und sich engagieren. Es wäre toll, wenn ich durch meine Artikel auch etwas in der Gesellschaft bewegen könnte“, sagt sie.

Aber Jule ist nicht die einzige, die schon erste journalistische Erfahrungen sammeln konnte. Nadin hat bereits Artikel für die SZ geschrieben. Die 15-jährige Teresa ist ebenfalls an ihrer Schule die Chefredakteurin der Schülerzeitung. Und der 16-jährige Max aus Radibor, der der einzige Junge in der Gruppe ist, hat auch schon öfter für die sorbische Zeitung Texte verfasst.

Besonders wichtig sind den Jugendlichen dabei Themen, die sie selbst interessieren. „Ich finde es toll, über interessante Menschen zu schreiben“, sagt die 17-jährige Sophia. „Auch Kultur ist wichtig. Zum Beispiel mal eine lokale Band vorstellen. Da gibt es schon viele, die gut sind“, ergänzt Jule. Ihre Ideen können sie zum Teil in den aktuellen Ausgaben der SZ umsetzen. Denn die Schüler schreiben jede Woche die Veranstaltungstipps für die Lokalausgabe Bautzen. Und auch andere Artikel von ihnen erscheinen regelmäßig in der SZ. Zum Beispiel berichtete Max über eine Schülerin aus Jessen in Sachsen-Anhalt, die ihr „Auslandsjahr“ am Sorbischen Gymnasium macht.

Worauf die Jugendlichen bei ihren Texten achten müssen, erklärt ihnen Miriam Schönbach. „Wir besprechen vorher, welche Fragen man stellen könnte und gehen die Artikel auch noch mal gemeinsam durch, wenn sie fertig sind“, sagt sie. Die Journalistin findet das Engagement ihrer Schüler toll. „Ich ziehe meinen Hut davor, dass wirklich alle jede Woche hier auftauchen. Denn sie haben auch viele andere Verpflichtungen. Das zeigt, wie ernst sie die ganze Sache nehmen“, sagt sie.

Jule und Sophia haben gleich eine Erklärung dafür. „Wir sind hier mit Leuten zusammen, die genauso gern schreiben wie wir. Die hätten wir vielleicht so nie getroffen. Man lernt viel voneinander und wir alle kennen uns schon richtig gut. Gehen auch mal zusammen Eis essen“, sagen die beiden. Und in einem Punkt sind sich fast alle einig. Sie wollen später als Journalisten arbeiten. Von Frances Scholz

Alice im Wunderland – eine Rezension

„Alice im Wunderland“ von Tim Burton kam 2010 in die deutschen Kinos, wo er erfolgreich lief. Er basiert auf den 1865 von Lewis Carroll erschienenen Klassiker der Kinderliteratur. Das Drehbuch für die aktuelle Verfilmung schrieb Lind Woolverton. Als Darsteller sind unter anderem Jonny Depp, Helena Bonham Carter, Anne Hathaway und Mia Wasikowska zu sehen.

Der Film handelt von der 19- jährigen Alice Kingsleigh (Mia Wasikowska), die sich einbildet, bei ihrer Verlobungsfeier einen kleinen Hasen mit einer Taschenuhr in der Hand zu sehen. Sie folgt dem kleinen Wesen, ohne zuvor den Heiratsantrag des für sie vorgesehenen Mannes angenommen zu haben. Der Hase verschwindet in einem großen, dunklen Loch und Alice folgt ihm hinein in eine zauberhafte Welt. Dort erlebt sie viele spannende Abenteuer und lernt seltsame, hilfsbereite und nette Wesen kennen. Doch Alices Ziel ist es, die rote Königin (Helena Bonham Carter) zu besiegen und den Hutmacher (Jonny Depp) aus deren Obhut zu befreien. Sie will ihr auch die Krone wegnehmen und diese der weißen Königin (Anne Hathaway) überreichen, was ihr in einem alles entscheidenden Finale gelingt.

Mit dem Blut eines Drachen gelangt sie zurück zur Gartenparty und lehnt den Heiratsantrag schließlich ab. In Zukunft will sie selbst über ihr Leben bestimmen, so wie es ihr in ihrem Traum gelungen ist. Ich fand den Film sehr gut, weil er viele raffinierte Details einer irrealen Welt zeigt und mit reichlich witzigen Charakteren ausgestattet wurde. Es ist auf jeden Fall ein außergewöhnlicher Film, der besonders jenen Kinogängern zu empfehlen ist, die sich gern effektgeladene Fantasy-Geschichten mit Top- Schauspielern ansehen.

Laura Schiemann Klasse 8/3, Gymnasium Bürgerwiese Dresden

Computerspiele machen schlau

Computerspiele – eine Gefahr für Kinder? Blödsinn! Computerspiele sind sogar gut für das Gehirn. Viele Leute behaupten, Computerspiele würden süchtig und aggressiv machen. Aber im Gegenteil: Sie fördern die Reaktionsfähigkeit und trainieren die Geschicklichkeit. Man kann Computerspiele gut mit realen Brettspielen vergleichen.

Die Unterschiede zwischen Brett- und Computerspielen liegen oft nur in der optischen Darstellung. Inhaltlich ähneln sie sich jedoch sehr. Strategie und Taktik sind am Rechner ebenso essentiell wie beim Brettspiel. Kein Wunder: Die meisten Computerspiele sind die elektronische Umsetzung klassischer Spiele. Spielentwickler wie Bruce Shelly, Verantwortlicher für die “Age of Empires”-Reihe und weiterer Strategiespiele, haben ihre Wurzeln in der Brettspielwelt. Man kann bei Computerspielen zwischen drei Gruppen unterscheiden. Action-Games, Casual-Games und Serious-Games. Die Action-Games steigern die Konzentrations- und Multitaskingfähigkeit. Casual-Games auch Gelegenheitsspiele genannt wirken auf den Spieler beruhigend. Serious-Games sind Spiele die speziell für Therapien entwickelt werden.

In Deutschland spielen ca. 25 Millionen Menschen mehrmals im Monat Computerspiele. Das Alter von einem durchschnittlichen „Gamer“  beträgt 32 Jahre. Die Computerspieler sind zu  56% männlich und zu 44% weiblich.

Forscher und ‘Wissenschaftler haben sogar herausgefunden, dass das Gehirn mit Computerspielen wächst. Bei Jugendlichen Computerspielern ist das Belohnungszentrum deutlich Größer als bei nicht zockenden Altersgenossen.

Computerspieler, die die Computerspiele mit der englischen Version oder anderen Sprachen spielen, lernen die Sprache besser kennen. Man kann das gut mit Vokabeln lernen vergleichen.

Also im Fazit ist Computerspielen eine gute Sache, wenn man es nicht grade übertreibt.

Falco Weigang, Klasse 8/4, Gymnasium Bürgerwiese Dresden

 

Ein Film, der bezaubert

Der Film „Avatar-Aufbruch nach Pandora“, der 2009 in die Kinos kam, wurde von James Cameron produziert, er ist gleichzeitig Drehbuchautor und Regisseur.

In diesem atemberaubenden Film geht es darum, dass die Erde erschöpft ist und die Menschen einen neuen Planeten finden, um dort wertvolle Erze abzubauen.

Jedoch ist dies nicht so einfach, wie sie denken, denn es gibt dort Ureinwohner,  die nach gewisser Zeit merken, dass sie um ihren Planeten kämpfen müssen.

Der Schauspieler Sam Worthington spielt in Avatar Jake Sully, der ein Ex-Marinesoldat ist, welcher seine Beine im Krieg verloren hat und für seinen ermordeten Bruder nach Pandora fliegt. Dort beginnt für ihn ein neuer Abschnitt seines Lebens, denn er muss auf Pandora einen so genannten Avatar steuern, der genau aussieht wie die Ureinwohner. Somit soll er in dieser Gestalt die Ureinwohner ausspionieren und Cornal Miles Quaritch die Informationen geben, damit sie gegen die Ureinwohner kurzen Prozess machen können. Doch das Blatt wendet sich, weil Jake Sully sich so mit den Einwohnern verbunden hat, dass er seinen Auftrag kaum noch richtig wahrnehmen kann. Deshalb stellt er sich mit seinen Verbündeten

Dr. Grace Augustine, Trudy Chacon, Norm Spellman und Dr. Max Patel auf die Seite der Ureinwohner und kämpft für sie, weil er den Sinn in dieser Expedition nicht mehr sieht, weil sie nur einen Planeten zerstören wie ihren eigenen.

In diesem wunderbar animierten Film sieht alles aus, als wäre es echt, die Musik ist genau an den verschiedenen Szenen angepasst und an die Aktionfans wurde auch gedacht, denn es gibt Kampfszenen mit atemberaubenden Effekten, ob Licht oder Explosionen. Außerdem sieht man Flugobjekte wie sonst nur in kühnsten Träumen. Für sensible Gemüter bietet der Film etwas fürs Herz, denn die Liebe spielt eine große Rolle. Damit steht einem gemeinsamen Filmgenuss von Mann und Frau nichts mehr im Wege.

Ein gutes Beispiel für die bezaubernde Animation sind die Halleluja-Berge, die so wunderschön animiert sind und trotzdem wirkt es im ganzen Zusammenhang nicht unproportional.

Die Zuschauer können sich so hervorragend in den Film hereinversetzen, weil er eben  unheimlich realistisch wirkt und trotzdem die Lichteffekte nicht zu übertrieben.

Ich empfehle den Film auf jeden Fall weiter, denn er begeistert jede Generation und er wird nie langweilig.

Sven Düvelshaupt, Klasse 9L, Humboldt-Gymnasium Radeberg

Ist Lesen heute noch “in”?

Der deutsche Buchmarkt erwirtschaftete 2011 einen Umsatz von 9,6 Milliarden Euro – im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang des Umsatzes. Gerade in kleineren Städten schließen Buchhandlungen aus wirtschaftlichen Gründen oder weil kein Nachfolger gefunden werden konnte. Bischofswerda zum Beispiel hat deshalb zur Zeit überhaupt kein Buchgeschäft mehr. Man könnte den Eindruck gewinnen, dass das Interesse am Lesen nachlässt.

Um mir ein genaueres Bild zu verschaffen, habe ich zunächst in einer Bibliothek und einem Buchladen der Region nachgefragt. Die Mitarbeiter gaben an, dass das Interesse am Lesen nachlasse. Sowohl die Bibliothek als auch der Buchladen verzeichneten einen Rückgang von Lesern beziehungsweise Käufern. Kollegen in anderen Städten hätten von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Das Gespräch mit der Bibliothekarin ergab außerdem, dass in ihrer Einrichtung Kinder ab der sechsten Klasse immer weniger zum Buch greifen. Sie sieht den Grund dafür vor allem in der verstärkten Nutzung von Computer und Internet. Erst bei Berufstätigen und Studenten ab etwa 25 Jahren wächst ihrer Erfahrung nach das Interesse am Lesen wieder. Die am stärksten vertretene Altersgruppe in ihrer Bibliothek seien die 30- bis 60-Jährigen. Diese interessierten sich vor allem für Kriminal- und Unterhaltungsliteratur, Thriller, historische Romane und Reisebeschreibungen sowie für Bücher über Gesundheit und Medizin. Kinder dagegen favorisierten eher Buchreihen wie „Die drei Fragezeichen“ oder die „Gänsehaut“- Reihe, aber auch Fantasyromane wie „Tintenherz“ oder „Eragon“.

Neben der Recherche in Bibliothek und Buchladen habe ich außerdem einige Mitschüler zu ihrem Leseverhalten befragt. Im Gegensatz zu den Erfahrungen von Bibliothekarin und Buchhändlerin gehört das Lesen bei den meisten von ihnen zum Alltag und zur Freizeitgestaltung. Beliebt sind vor allem Romane, Fantasybücher, Thriller und Kriminalliteratur. Das neue Medium E-Book verwenden sie hingegen kaum. Für Schularbeiten hat das gedruckte Buch jedoch offenbar an Bedeutung verloren. Hier hat der Computer Vorrang. Lexika und andere Nachschlagewerke werden kaum noch benutzt.

Im Ergebnis meiner Recherchen stelle ich fest, dass Einschätzungen zum Thema „Lesen“ heute kritisch und differenziert sein sollten, da es nicht mehr nur das gedruckte Buch gibt, sondern auch die moderneren E-Books und das Internet. Auch muss man unterscheiden, ob das Lesen der  Unterhaltung und Freizeitgestaltung oder der Bildung dient. Im schulischen Bereich (und sicher auch in Ausbildung oder Studium) wird zunehmend das Internet genutzt, da hier stets der aktuellste Wissensstand gewährleistet ist. Das Lesen von Büchern aber hat nach wie vor einen festen Platz im Alltag auch junger Menschen. Ich selbst lese sehr gern und könnte mir ein Leben ohne Bücher nur schwer vorstellen.

Kochen mit Kindern

Sozialarbeit auf der Straße, was ist das? Wir haben bei Herrn Chwoika  nachgefragt. Herr Chwoika ist seit 25 Jahren Sozialarbeiter und arbeitet in  dem Projekt „Kinder kochen mobil“ der Diakonie Dresden.

jugendsozialarbeiterGuten Tag Herr Chwoika.

Hallo.

Wie  sind sie dazu gekommen dieses Projekt auf die Beine zu stellen?

Ich wollte Menschen helfen.  Da ich Koch gelernt hatte versuchte ich den Beruf Koch und Sozialarbeiter zu kombinieren. Das brachte mich auf die Idee mit Kindern zu kochen, die Hause zu wenig oder nur ungesundes Essen bekommen. So entstand das Projekt.

Was wollen sie mit diesem Projekt erreichen?

Ich möchte die Welt ein Stückchen besser machen. Und mit Menschen denen es nicht so gut geht arbeiten und ihnen helfen. Zum Beispiel indem ich mit Kindern spiele,  mit denen sonst keiner spielt.

Wie sieht ihr Tagesablauf aus?

Mein Tag beginnt gegen 10 Uhr. Da bin ichim Büro, schreibe Mails und stelle Anträge. Danach werte ich mit meine Kollegen den Vortag aus und bespreche die Planung für den Nachmittag. Gegen 15 Uhr fahren wir mit „Kochmobil“ auf einen Spielplatz -  Kochen und Spielen dort mit Kindern oder Sprechen mit den Eltern. Gegen 19 Uhr fahren wir zurück ins Büro.

Wo sehen sie Vorteile anderen Berufen gegenüber?

Ich muss nicht jeden Tag dasselbe machen, habe viele Freiheiten und arbeite viel mit Menschen. Ich erfahre wie es den Kindern geht und warum sie so Handeln wie sie Handeln. Außerdem kann ich jeden Tag neue Kontakte knüpfen.

Wie ist das Verhältnis zu ihren Mitarbeitern?

Ich denke ein gutes Team ist sehr wichtig, da man Leute braucht die ein unterstützen und mit denen man gemeinsam an einem Strang ziehen kann. Beispielsweise seine Beobachtungen austauschen und beraten wie man mit den Kindern umgeht.

Wer finanziert das Projekt?

Die Stadt Dresden finanziert unser Projekt.

Was würden sie gern in der Gesellschaft ändern?

Ich würde mir mehr Unterstützung für Eltern mit finanziellen Problemen wünschen. Kleinere Schulklassen wären ebenfalls gut, denn so können Lehrer intensiver auf die einzelnen Kinder eingehen und ihnen besser bei Problemen helfen. Weiterhin würde ich mir weniger Computerspiele wünschen, da so Kinder lieber drin am Computer sind, anstatt nach draußen zu gehen. Zwischen den Menschen würde ich mir mehr Solidarität wünschen.

Was sind schöne Momente in ihrem Job?

Es ist schön, wenn man mit Eltern und Kindern  gemeinsam kocht und alle sich wohlfühlen. Wenn meine Arbeit bei den Kindern gut ankommt bin ich selbst auch sehr zufrieden.

Was würden sie sich für die Zukunft wünschen?

Mehr finanzielle Unterstützung und weniger Geldprobleme.

Danke, dass sie sich die Zeit für unser Interview genommen haben.

 Bitte schön, hat mir auch Spaß gemacht.

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