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Alles nur eine Frage der Zeitung

Am Montag wurde in Dresden der Deutsche Lokaljournalistenpreis verliehen. Der erste Preis geht an die Sächsische Zeitung für ihren „Familienkompass“. Auch die anderen Blätter, die ausgezeichnet werden, haben bewiesen, was Lokaljournalismus heute alles leisten kann.

 

Zeitung lesen

Die Sächsische Zeitung ist Dresdens meistgelesene Tageszeitung. Man kann sie zu Hause am Frühstückstisch lesen – oder warum nicht auch mal bei einer Pause im Zwinger? Foto: Ronald Bonß

 

Zu den Dingen, die Deutschland dann doch irgendwie liebenswürdig machen, zählt auch seine einzigartige Zeitungslandschaft. Zwischen Dresden und Düsseldorf gibt es über 300 Lokalzeitungen mit einer Auflage von insgesamt etwa 13 Millionen. In fast jedem Ort, und sei er noch so winzig, ist es möglich, eine Zeitung zu abonnieren, die jeden Morgen frisch gedruckt im Briefkasten steckt. Von der Allgemeinen Laber Zeitung (sie heißt tatsächlich so) in der Oberpfalz über den Isar-Loisach-Boten in Wolfratshausen bis zur Zossener Rundschau – ist es nicht herrlich, in einem Land zu leben, in dem so etwas Wunderbares möglich ist?

Allein die Sächsische Zeitung hat zwischen Niesky und Döbeln 20 verschiedene Lokalredaktionen. Und weil die Reporter und Redakteure hier täglich ihr Wissen untereinander austauschen, profitieren alle Leser von diesem riesigen Netzwerk. Anders wäre auch der „Familienkompass“ in dieser Form nicht denkbar gewesen, für den die SZ nun mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis ausgezeichnet wird. Denn im Gegensatz zu einer einfachen Umfrage konnte die Zeitung überall direkt nachhaken und in jedem Ort mit den Menschen sprechen und den Problemen nachgehen, auf die Leserinnen und Leser hingewiesen haben.

Und siehe da: In vielen Orten fanden die Verantwortlichen plötzlich Lösungen. So können Lokalzeitungen mit Hilfe ihrer Leser dazu beitragen, dass sich das Leben in ihrer Region spürbar verbessert.
Da lächle noch jemand über „Provinzblätter“! Dass moderner Lokaljournalismus viel mehr kann, als von der jüngsten Schützenvereinssitzung zu berichten, haben auch die anderen Zeitungen bewiesen, die am Montag im Dresdner Albertinum mit Preisen gewürdigt wurden. Das können ganz kleine, aber besondere Ideen sein, wie die Rubrik „Fünf Minuten Stadt“ im Berliner Tagesspiegel. Oder es können aufwendige, groß angelegte Projekte sein, wie die Serie „Wohn-Wahnsinn“ der Stuttgarter Nachrichten. Das kann die gute alte Tradition der Reportage sein, auf die sich die Volontäre der Neuen Westfälischen besonnen haben. Oder es kann die intelligente Einbindung von Facebook und Twitter sein.

Überhaupt spielt das Internet gerade auch für Lokalzeitungen eine immer wichtigere Rolle. Denn wenn sich Redaktionen heute als „Anwalt der Leser“ verstehen, dann sind Online-Kanäle eine gute Möglichkeit, um mit der Redaktion schnell und unkompliziert in Kontakt zu treten. Die Sächsische Zeitung will auch mit anderen Projekten einen Beitrag für die Region leisten und dabei immer ihre Leser mit einbeziehen: „Schulnavigator“, „Krankenhausführer“, „Glücksatlas“, „Unternehmer des Jahres“, „Dresdner Reden“. Das alles kann und soll klassischen Lokaljournalismus nicht ersetzen: Nachrichten aus dem Gemeinderat, Gerichtsberichte, Theaterrezensionen, Spielanalysen aus dem Dynamo-Stadion. Aber es kann ihn bereichern und ergänzen. Jeden Tag aufs Neue, frisch gedruckt im Briefkasten. (SZ)

 

 

Wie die Arbeit einer Lokalredaktion im Detail aussieht, haben sich die Kollegen vom Forum Drehscheibe eine Woche lang bei der SZ in Bautzen angeschaut und dazu mehrere Beiträge auf ihrer Homepage veröffentlicht.

Vom Praktikum zur freien Mitarbeit

Sarah Grundmann hat sich noch während ihres Praktikums bei der Sächsischen Zeitung als freie Mitarbeiterin ins Spiel gebracht. Und damit war die 24-jährige Germanistikstudentin auch erfolgreich.

Sarah Grundmann kommt aus Lüneburg, studiert an der TU Dresden, schreibt für die SZ – und könnte sich vorstellen, länger hier zu bleiben. Foto: Sven Ellger

 

Warum hast Du Dich für ein Praktikum bei der SZ beworben? Ich musste eins für meinen Bachelor machen. Und weil ich mir vorstellen kann, nach meinem Studium journalistisch zu arbeiten, kam in Dresden für mich nur die SZ in Frage.

Wie hast Du Dich beworben? Ich habe einfach eine Bewerbung an die SZ geschickt und innerhalb von zwei Wochen die Zusage bekommen, in der Stadtredaktion Dresden zu arbeiten.

Wie hast Du diese neun Wochen Praktikum erlebt? Ich dachte, dass ich hauptsächlich kopiere und Kaffee koche. Aber gleich in meiner ersten Woche hatte ich zwei aktuelle Aufträge. Danach ging es regelmäßig weiter. Ich habe immer neue Aufträge bekommen, musste mir Termine machen, recherchieren und die Beiträge schreiben. Mein erster Text war katastrophal, aber das ging dann immer besser. Mein Betreuer in der Redaktion, Peter Hilbert, hat mir da gute Tipps gegeben und mir sehr weitergeholfen, indem er mir erklärt hat, worauf es ankommt.

Woran erinnerst Du Dich besonders gern? An meinen ersten großen Beitrag. Der ist auf der ersten Lokalseite erschienen. Da ging es um die Fahrradfreundlichkeit an der Albertbrücke. Ich durfte sogar den Kommentar schreiben – und das als Praktikantin.

Wie hast Du den Sprung zur freien Mitarbeiterin geschafft? Gegen Ende des Praktikums hat sich Claudia Schade, die Ressortleiterin, bei mir bedankt und mir alles Gute gewünscht. Bei dieser Gelegenheit habe ich gesagt, dass ich gern weiterhin für die SZ arbeiten würde. Einen Tag später hatte ich das Angebot, als freie Mitarbeiterin für die Dresdner Stadtteile zu schreiben. Das habe ich natürlich angenommen und so bin ich Mitte Juni nahtlos vom Praktikum in die freie Mitarbeit gewechselt.

Was hat sich verändert? Ich habe mehr zu tun, muss Meldungen schreiben und dabei helfen, die Seiten zu füllen, für die ich jeweils eingeteilt bin. Dafür nehme ich jetzt auch an mehr Sitzungen in der Redaktion teil, habe mehr Verantwortung und bin besser ins Team integriert. Momentan mache ich noch viel Urlaubsvertretung und wechsle die Stadtteile. Wenn das Semester im Oktober wieder losgeht und ich mit dem Master starte, werde ich vor allem im Süden und im Westen arbeiten. Ich hoffe, dass ich dann auch mehr eigene Themen vorschlagen kann.

Welche könnten das sein? Im August habe ich zum Beispiel im Rahmen einer Ausstellung über Dresdner Lebensgeschichten einen Ur-Loschwitzer porträtiert. Das war sehr interessant, weil er viel über Dresden und seine Kindheit in der NS-Zeit erzählt hat. Ich gebe zu, dass mich solche Themen und Menschen mehr begeistern, als Bauprojekte – auch wenn ich weiß dass die meistens sehr gut gelesen werden.

Wie geht’s für Dich weiter? Jetzt kommen zwei Jahre Masterstudium und ich kann mir vorstellen, auch so lange für die SZ zu arbeiten. Vielleicht ist danach sogar eine Stelle als Volontärin drin, aber das hängt ja nicht nur von mir ab.

Wer sich für ein redaktionelles Praktikum interessiert schaut einfach auf unserer Seite unter Jobs & Praktika oder auf der Seite der DD+V Mediengruppe.

 

 

 

 

 

 

Spezialistin für Mode, Show , Promis und örtliche Prominenz

Altmarktgalerie Dresden: „Gästeinformation“ steht da. Die Übersetzung ist für Anzhela Mamelkina kein Problem. Sie ist als Teenager mit ihren Eltern von Russland nach Deutschland ausgewandert. Foto: Steffen Füssel

Volontäre stellen sich vor: Anzhela Mamelkina (26) ist seit April 2012 Volontärin bei der Dresdner Morgenpost (MOPO). Vorher hat sie an der TU Dresden Kommunikations- und Politikwissenschaften studiert, bis sie während des Studiums bei Prinz Stadtmagazin angefangen hat. Danach hat Anzhela bei BILD Dresden und BILD Chemnitz, sowie einige Monate bei der SZ in der Stadtredaktion Dresden gearbeitet.

Klick gemacht hat es, … an meinem zweiten Tag bei der BILD Zeitung. Da musste ich raus nach Görlitz zur Firma Yeti. Der Gedanke, dass meine Ideen und meine Vorschläge andere Menschen interessieren, etwas bewegen und als Aufmacher in der Zeitung landen können….Daran hätte ich mich gewöhnen können und das habe ich auch getan. Es war einfach schön zu sehen, dass ich als Nicht-Muttersprachler und zum damaligen Zeitpunkt erst seit 8 Jahren in Deutschland, eine Stimme hatte.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht, dass … ich in Dresden und im Journalismus wieder glücklich werden kann. Eigentlich wollte ich nach einigen Jahren weg, habe in Düsseldorf sogar eine Stelle angenommen. Doch dann haben mich Dresden und  die Leidenschaft zum Schreiben doch wieder für sich gewonnen.  Und ich glaube das ändert sich nicht so schnell wieder.

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen: Ich würde jetzt für ein Russisch-Deutsches Fashion Unternehmen in Düsseldorf arbeiten. Kurz vor meinem Volontariat habe ich dort sogar schon für eine Stelle als Einkäuferin im Modebereich auf Probe gearbeitet und der Stelle zugesagt. Aber meine Entscheidung in Dresden zu bleiben habe ich bis jetzt keine einzige Minute bereut, dafür macht mir die Arbeit dann doch zu viel Spaß.

An diese Geschichte erinnere ich mich oft: Meine erste Geschichte in Görlitz nahm Jahre später leider ein schlechtes Ende. Während des Hochwassers 2010 wurde das Unternehmen überflutet und ich musste wieder darüber berichten. Über Existenzen die noch vor ein paar Jahren super erfolgreich waren und vom Wasser innerhalb von ein paar Stunden weggespült worden sind. Aber auch meinen ersten Gerichtsprozess, damals ging es um Kindesmissbrauch, werde ich so schnell nicht vergessen.

Ich bin eine Spezialistin für… alles was mit Mode, Show , Promis und örtlicher Prominenz zu tun hat. Also egal ob Angelina Jolie, Chanel oder die Dresdner Stadtfest-Chefs – Fragen zu diesen Themen sind bei mir am besten aufgehoben.

Dass ich bei der MOPO richtig bin, habe ich gemerkt, … als ich endlich im Show-Resort angekommen bin. Denn hier trage ich die Verantwortung vom ersten Wort bis zum letzten Bild. So ist jeder Tag ein neues Abenteuer – das Ende immer überraschend offen und die Spannung geht nie aus.

Zeitung machen wie die Profis

Fotografieren, interviewen, Reportagen schreiben, layouten – kurzum: Zeitung machen wie die Profis. Die Schüler-SZ macht’s möglich. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie eine Zeitung entsteht und das vor allem selber ausprobieren möchte, kann sich jetzt bewerben. Die SZ erklärt, wie.

Thomas KretschelWie läuft das Projekt Schüler-SZ ab?

Die Schüler-SZ ist eine Ausgabe der Sächsischen Zeitung, die zum großen Teil von Schülern gestaltet wird, sowohl in den 20 Lokalredaktionen als auch in den Zentralredaktionen in Dresden: etwa Politik, Wirtschaft, Sport oder Kultur. Unter der Anleitung von vielen erfahrenen Redakteuren werden die Schüler recherchieren und schreiben. Am Sonnabend, 6. Juli, landet die Schüler-SZ in den Briefkästen der Leser.

Um welche Themen geht es?

Wir wollen mit der Schüler-SZ Themen aufgreifen, die 14- bis 18-Jährige bewegen – eine Generation, die mit Internet, Handy und Smartphone aufgewachsen ist. Deshalb heißt das Motto in diesem Jahr: „Alles digital?!“ Die Artikel sollen das Leben im digitalen Zeitalter aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchten, beispielsweise Schule, Freundschaft, Liebe, Gesellschaft, Beruf.

Wer kann mitmachen?

Das Projekt richtet sich an Schüler der achten bis zwölften Klassen an Mittelschulen und Gymnasien im gesamten Verbreitungsgebiet der SZ. Wer sich für das tagesaktuelle Geschehen interessiert, gerne und gut schreibt, Fragen stellt und neugierig auf die Welt schaut, ist bei der Schüler-SZ genau richtig. Außerdem suchen wir talentierte Fotografen. Auch wer auf diesem Gebiet schon Erfahrungen gesammelt hat, sollte sich jetzt bewerben.

Wie geht die Bewerbung?

Schreibe bis zum 8. März eine E-Mail an schueler-sz@dd-v.de, in der Du Dich kurz vorstellst (Name, Adresse, Telefonnummer, Interessen), uns sagst, warum du an dem Projekt teilnehmen willst – und in welcher Redaktion du am liebsten mitarbeiten würdest. Die erfolgreichen Kandidaten bekommen kurz darauf eine Einladung zur ersten Redaktionsversammlung.

Wie groß ist der zeitliche Aufwand?

Die Treffen von Schülern mit den Projektredakteuren finden Ende März bis Anfang April statt in den Redaktionen in Bautzen, Döbeln, Dresden, Görlitz, Meißen und Pirna. Hier werden erste Ideen für die Artikel entwickelt, in den Tagen danach entsteht ein Redaktionsplan. Zwischen April und dem Erscheinungstermin der Schüler-SZ im Juli finden etwa zwei Treffen pro Monat statt. Zudem benötigen die Schüler Zeit, um ihre Geschichten zu recherchieren.

Um welche Redaktionen geht es?

Wir suchen talentierte Schüler für alle 20 Lokalredaktionen der Sächsischen Zeitung. Lokaljournalisten sind nah dran am Puls der Zeit und am Alltag der Menschen. Wer in Dresden und Umgebung wohnt, kann sich auch für eine der Zentralredaktionen bewerben. Wer unbedingt mal einen Minister löchern will, sollte das Politikressort als Wunsch angeben. Wer gerne ins Theater geht oder über Kunst diskutiert, soll auch in der Kultur darüber schreiben dürfen. Wer verrückt nach Fußball ist, ist im Sport gut aufgehoben. Jeder soll sich dort verwirklichen können, wo seine Interessen liegen. Die SZ versucht, die Wünsche zu berücksichtigen.

Wie läuft der Produktionstag ab?

Am Tag vor dem Erscheinungstermin der Schüler-SZ, also am 5. Juli, werden alle beteiligten Schüler in den Redaktionen sein und an der Redaktionskonferenz teilnehmen. Abends sind die Schüler außerdem in die Druckerei der Sächsischen Zeitung eingeladen: Hier bekommen sie eine Führung durchs Haus und dürfen sich ihr persönliches Exemplar der Zeitung druckfrisch abholen.

Und nach der Schüler-SZ?

Wir wollen zeigen, wie spannend es ist, Zeitung zu machen. Außerdem sind wir auf der Suche nach Talenten. Für besonders begabte Schüler kann das Projekt Schüler-SZ Türen öffnen – für ein Praktikum, eine freie Mitarbeit oder einen Fördervertrag für journalistischen Nachwuchs.

Von Anna Hoben

Im Blickfeld des Angeklagten

Julia Lachmann (22) war als Praktikantin acht Wochen für die Dresdner Stadtredaktion unterwegs. Ihr letzter Tag, erzählt sie, war zugleich der spannendste:

Julia_Lachmann

Kurz vor neun Uhr morgens wartet der Gerichtsreporter Alexander Schneider schon vor dem Dresdner Amtsgericht auf mich. Zusammen gehen wir an den Sicherheitsbeauftragten vorbei, ein paar Schritte zum Schwarzen Brett. Auf verschiedenen Zetteln stehen die wichtigsten Stichwörter und Abkürzungen zu allen möglichen Prozessen: Worum es bei den jeweils anstehenden Gerichtsverhandlungen geht, wie lang der Prozess dauern soll und in welchem Saal sie stattfindet.

Nachdem Alexander Schneider mir alle Abkürzungen entschlüsselt hat, laufen wir zu einer Verhandlung. Da es sich bei diesem Fall schon um den zweiten Teil handelt, hat er mir einen Abend zuvor Artikel aus dem Archiv darüber gegeben. Damals wurde die Sitzung vertagt, weil der zuständige Richter in der Zeit verstarb. Damals wie heute geht es um einen Untreue-Fall in Tirol. Die Angeklagte war als Kassiererin an einer Tankstelle angestellt. Ihre Aufgabe war es, zur Tatzeit das eingenommene Geld zu einem Tresor zu bringen. Dort kam es aber nie an.

Ich bin ein wenig aufgeregt, als wir in der ersten Reihe Platz nehmen, um die Geschehnisse bestmöglich zu verfolgen. Die Angeklagte zeigt während des gesamten Prozesses nicht ein einziges Mal ihr Gesicht. Sie sitzt schräg zum Richter gerichtet und ihre gefärbten, blonden Haare sind mit Absicht so gelegt, dass wir sie nicht erkennen können. Wir schreiben alle wichtigen Informationen mit und gehen nach dem Urteil aus dem Saal.

Kein Kleinkrimineller auf der Anklagebank

Was ich nicht weiß, Alexander Schneider hat schon einen weiteren Prozess, der bereits läuft, im Auge. Wir rennen sofort zum nächsten Gerichtssaal. Dieser ist viel größer, weil es sich um einen schwerwiegenderen Prozess handelt. Als wir uns wieder einmal in die erste Reihe setzen, wird mir klar, dass auf der Anklagebank kein Kleinkrimineller sitzt. Er trägt Handschellen und zwei Polizisten bewachen ihn. Wie sich herausstellt, handelt es sich beim Angeklagten um einen Messerstecher. Dieser wurde nur aufgrund eines Tschechienausfluges überführt. Der Mann wollte nach seiner Tat nicht fliehen, sondern sich dort harte Drogen beschaffen. Auf den Weg dahin kam er bei einer Autobahn auf die falsche Fahrbahn. Er war also plötzlich als Geisterfahrer unterwegs.

Die zuständigen Polizeibeamten wurden auf ihn aufmerksam und verfolgten ihn. Als sie es schafften, diesen Mann zu fangen, wussten sie noch nichts von seiner schrecklichen Tat. Er hatte zuvor einen Mann bei sich zu Hause niedergestochen, weil dieser wohl eine Affäre mit seiner Frau hatte. Er setzte die Polizisten darüber nicht in Kenntnis und blieb stattdessen ganz normal. Seine blutverschmierten Klamotten erklärte er mit einer angeblich harmlosen Schlägerei. Als die Beamten aber auch einige Messer auf dem Beifahrersitz seines Autos sahen, verhafteten sie ihn.

Interviews mit Zeugen und Anwälten

Während ich das alles im Gerichtssaal mitbekomme und mir den Täter angucke, schaut er zugleich mich an – mir ist ein wenig komisch zumute. Aber plötzlich fällt das Wort “Pause” und schon ist Alexander Schneider schon rausgerannt. Ich rannte also schnellstens hinter ihm her. Denn man führt während der Pausen Interviews mit Zeugen und Anwälten, um als Journalist jegliche Information zu bekommen, um einen fehlerfreien und informativen Artikel schreiben zu können.

Nachdem wir also während der Pause mit allen wichtigen Leuten gesprochen haben, fahren wir zur Redaktion. Dort darf ich dann den gesamten Artikel über den Untreu-Fall in Tirol schreiben. Dies ist nicht nur mein letzter Praktikumstag, nein, zugleich auch der aufregendste.

Gleich für mehrere Seiten Material

Wie ein Beitrag entsteht: Julia Vanessa Bewerunge hat im Sommer zwei Monate in der Stadtredaktion Dresden gearbeitet. Die 20-Jährige ist Stipendiatin des Instituts zur Förderung publizistischen Nachwuchses e.V. (ifp) und erzählt, wie ein Praktikumstag aussehen kann. 

9.30 Uhr         Mit einer Tasse Tee und der aktuellen Ausgabe der SZ mache ich mich auf den Weg an meinen Schreibtisch. Dort blättere ich durch die Seiten, auf der Suche nach interessanten Artikeln. Auch im Internet überfliege ich kurz die Neuigkeiten bei den überregionalen Zeitungen.

10.00 Uhr       Heute habe ich einen Termin im Kunstdepot Lapidarium in der alten Zionskirche. Über die Schätze, die dort gelagert werden, soll ich einen Aufmacher schreiben. Ich habe die Geschichte der Dresdner Kirche und herausragende Werke der Kunstsammlung aus Quellen der Stadt und der Gemeinde schon zusammengetragen. Bevor ich mich mit einem Experten vor Ort treffe, gehe ich den möglichen Gesprächsverlauf im Kopf durch. Welche Themenfelder sind wichtig? Was wäre besonders interessant? Ich beschließe nach drei verschiedenen Kunstschätzen zu fragen, die sich nicht nur epochal, sondern auch stilistisch unterscheiden. So kann ich die Bandbreite der Sammlung am besten hervorheben.

11.00 Uhr       Schon eine halbe Stunde vor dem Termin treffe ich an der Zionskirche ein. Da bleibt genügend Zeit, um mir Gelände und Gebäude anzuschauen und so ein Gefühl für die Atmosphäre vor Ort zu bekommen.  Wie reagieren Passanten auf das Gebäude? Welche Assoziationen habe ich, wenn ich die runde Kirche mit den zerstörten Skulpturen und Einschusslöchern in der Fassade sehe? Bereits mit zwei beschriebenen Seiten mache ich mich auf den Weg zu meinem Gesprächspartner.

12.00 Uhr       In zwei Stunden zeigt mir ein Mitarbeiter der Stadt das Gebäude. Er hat alte Fotografien mitgebracht, um mir zu zeigen, wie der Zustand vor und nach dem Zweiten Weltkrieg aussah. Es ist ein sehr angenehmer Termin, da er sich gut auf das Gespräch vorbereitet hat und als Leiter des Kunstdepots mit der Materie vertraut ist. Meine Fragen kann er alle beantworten. Er versucht mir sogar noch Flyer und Prospekte mitzugeben, sodass ich am Ende wahrscheinlich mehrere Seiten füllen könnte. Jede Ecke des Gebäudes zeigt er mir, auch draußen führt er mich herum: zu alten Brückenpfeilern und einer großen Sammlung von Holztüren. Während ich die alten Kirchentreppen hochsteige oder zwischen enormen Regalen Reliefstücke betrachte, überlege ich, welche Stücke ich für im Text beschreiben möchte. Welche von ihnen eignen sich fürs Foto und welche haben auch eine interessante Geschichte?

 15.30 Uhr       Mit vielen Informationen kehre ich zurück in die Redaktion. Wieder gehe ich meine Notizen durch und ordne sie. Außerdem organisiere ich einen Fotografen, der die von mir ausgewählten Stücke und eine Gesamtansicht der Sammlung fotografieren soll. Den Aufmacher schreibe ich direkt in ein Seitenlayout und drucke ihn aus. Bevor er auf die offizielle Seite gestellt wird, schaut sich einer der Mitarbeiter den Artikel an und gibt mir Feedback dazu. Nachdem ich den Text überarbeitet habe, gehe ich mit den Fotos zu den Layoutern. Sie stellen Text und Bildmaterial auf die Seite.

17.00 Uhr       In der Konferenz der Dresdner Stadtredaktion werden zuerst die Überschriften gemeinsam angeschaut. Sind sie interessant? Ziehen sie den Leser wirklich in den Text oder schrecken sie ihn eher ab? Sind alle Überschriften besprochen, wird die übernächste Ausgabe geplant.

18.00 Uhr       Ein letzter Blick auf die Terminplanung für den nächsten Tag, dann packe ich meine Sachen zusammen und mache mich auf den Weg nach Hause.

 

Dabei sein, wenn es passiert

Volontäre stellen sich vor: Dagny Rößler (24) studiert Journalistik an der Uni Leipzig  und holt sich in einem Jahr die nötige Portion Praxis.

Klick gemacht hat es…

in meiner Bachelorzeit. Als ich bei der Düsseldorfer Unizeitung “Campus Delicti” Woche für Woche selbst Themen setzen, Texte schreiben und Fotos machen konnte. Die fertige Ausgabe haben wir unseren Lesern sogar noch persönlich in die Hand gedrückt.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht…

dass ich im Lokalen jeden Tag aufs Neue die unterschiedlichsten Themen auf dem Schreibtisch liegen habe. Für den Döbelner Anzeiger sprach ich einmal morgens im Kuhstall mit Sachsens bester Melkerin und am Nachmittag philosophierte ich mit einem Chirurgen über sein absolutes Gehör.

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen…

dass ich vielleicht Leute überzeugen würde, an einer Umfrage teilzunehmen – am Telefon oder in der Fußgängerzone. In meinem Bachelor ging es nämlich auch um empirische Sozialforschung. Zum Glück ließ mir das Studium viele Freiheiten, mich nach Alternativen umzuschauen.

Ich bin Spezialistin für…

Porträts über Menschen mit einer ungewöhnlichen Lebensgeschichte: über eine Frau, die früher ein Mann war; über einen Paralympics-Teilnehmer, der als Kind mit seinem Pony zur Schule ritt. Gerne höre ich Leuten zu, aber noch lieber bin ich ganz nah an ihnen dran, erlebe sie, wenn etwas passiert. Ich habe für eine Zeitung schon in einem Hörsaal übernachtet, als Studenten ihn zum ersten Mal besetzten. In Dresden habe ich in der Warteschlange gestanden, als die Klappsessel des Kulturpalasts verkauft wurden – für ein Ehepaar hingen daran Erinnerungen aus 30 Jahren.

An die Geschichte erinnere ich mich oft…

Gleich in der ersten Volo-Woche konnte ich eine Frau porträtieren, die Sterbende ehrenamtlich begleitet. Das klingt nach einem deprimierenden Thema, doch die Hospizhelferin sprudelte nur so vor Lebensfreude. Ihr Motto: „Es nützt ja nichts, wenn ich traurig bin.“ Widersprüche machen das Leben erst richtig interessant.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt als…

ich einen Blick in andere regionale Tageszeitungen geworfen habe und von vielen Mini-Meldungen oder Kurzkommentaren erschlagen wurde. Die SZ nimmt sich den Platz, den die besten Geschichten brauchen.

Macht Zeitunglesen schlau?

Bei der “Mission Grips” bekommen Azubis ein Zeitungsabo gesponsert. Die 17-jährige Julia Rump liest seitdem regelmäßig. Für sie zahlt sich die Aktion schon jetzt aus.

Wissen, was in Dresden passiert – das ist für Julia Rump schon lange wichtig. Während die 17-Jährige früher gelegentlich einen Blick in die Sächsische Zeitung der Oma warf, hat sie mittlerweile ihr eigenes Abo. Das wird finanziert von ihrem Ausbildungsbetrieb, den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Vorstand Hans-Jürgen Credé ist von dieser Maßnahme für die eigenen Azubis überzeugt: “Es hilft ihnen, politische, ökonomische, kulturelle und soziale Zusammenhänge besser zu erkennen und bildet eine solide Basis, um sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.”

Rund 20 Unternehmen verfolgen diesen Ansatz und nehmen deshalb an der “Mission Grips” der Sächsischen Zeitung teil. Dabei wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die tägliche Zeitungslektüre auf das Allgemeinwissen der Teilnehmer auswirkt. Dazu hat Professor Lutz Hagen vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Fragebögen entwickelt. So testet er vor dem Start des Zeitungsabos das Allgemeinwissen der Jugendlichen. “Es werden unter anderem Fragen aus Politik, Geschichte, Wirtschaft, Naturwissenschaften und auch zur Sprache gestellt”, sagt Hagen. Während des Testjahres gibt es dann alle 14 Tage ein kleines Quiz, das sich auf aktuelle Themen bezieht, die auch in der Zeitung stattgefunden haben. Direkt am Computer am Arbeitsplatz können die Jugendlichen diese Tests absolvieren. “Das regelmäßige Quiz dient vor allem dazu, die Azubis immer wieder für das Projekt zu motivieren”, sagt Hagen. Kleine Preise für die Bestplatzierten würden weitere Anreize schaffen.

Nach Ablauf eines Kalenderjahres werden die Jugendlichen dann noch einmal von der TU Dresden getestet. Inwiefern sich die Jugendlichen durch das Zeitunglesen mehr Wissen aneignen wird auch dadurch herausgefunden, dass es parallel eine Kontrollgruppe gibt. Diese Jugendlichen lesen wiederum keine Tageszeitung. “Bisherige Studien haben schon gezeigt, dass es positive Zusammenhänge zwischen dem Zeitunglesen und dem Wissen gibt”, sagt Professor Hagen. Zudem werde dadurch eine Kette angestoßen: Wer mehr weiß, bringt auch mehr Interesse für weitere Themen auf – was wiederum dazu führt, dass sich diejenigen weiter informieren wollen. Zum Abschlusstest gehören dann Fragen wie “Was ist größer: Umsatz oder Gewinn” oder “Wie heißt der deutsche Vizekanzler”.

Am Politikteil der Zeitung bleibt DVB-Azubi Julia Rump meist nicht lange hängen. Aber auf ihre Zeitung verzichten möchte sie auch nicht mehr. “Gerade wenn ich den ganzen Tag am Rechner gesessen habe, ist das Lesen nach der Arbeit eine gute Abwechslung.” Besonders freut es sie, dass ihr Unterhaltungen zunehmend leichter fallen. “Wenn man für die DVB arbeitet, erwarten viele Menschen ja auch, dass man sich mit der Stadt und den aktuellen Diskussionen gut auskennt”, sagt Julia Rump.

Von Juliane Richter

Anmeldungen zu dem Projekt sind noch möglich. Kontakt Solveig Kriese Tel. 0351 48 64 24 86.

Schöne Geschichten aus der Provinz

Volontäre stellen sich vor: Carina Brestrich (24) kam vom Radio zur Zeitung – und arbeitet gern in der Oberlausitz.

Klick gemacht hat es…

als ich im dritten Semester war. An der Universität Leipzig studierte ich zu der Zeit im Bereich Kommunikations- und Medienwissenschaft – ein sehr vielfältiges Fach, das viele Möglichkeiten bietet, sich auszuprobieren. Ich entschied mich, es zunächst beim Radio zu versuchen. Ein Schnupperwochenende brachte mich zum Lokalradiosender der Uni, wo ich neben dem Studium mitarbeiten konnte. Vom Radio ging es später zur Zeitung. Bei einem Praktikum zeigte sich: Das ist genau das Richtige für mich.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht…

dass  selbst in der tiefsten Provinz viele schöne Geschichten schlummern.

Mein Leben ohne Journalismus würde so aussehen…

dass ich wahrscheinlich heute noch überlegen würde, welcher Beruf für mich geeignet ist. Wahrscheinlich wäre es trotzdem was mit Medien geworden. Schließlich gehöre ich zu der “Was mit Medien”-Generation und habe auch in die Richtung studiert.

Ich bin Spezialist für…

Porträts. Es macht mir Spaß, im Gespräch das Besondere eines Menschen herauszufinden und dann in einer Geschichte zu erzählen. Jeder hat irgendetwas, dass ihn interessant macht – ein besonderes Talent, eine herausragende Leistung, eine spannende Lebensgeschichte oder eine verrückte Idee.

An die Geschichte erinnere ich mich oft…

als ich einen Bestatter einen Tag begleitete. Ich durfte zuschauen, wie er einen Toten für die Bestattung vorbereitet – mit allem Drum und Dran. Sie ist zwar nie in der SZ erschienen, aber ich habe sie im Rahmen eines Kurses an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg geschrieben. Der gehört zur Volontärs-Ausbildung.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt…

als ich nach meinem Vorstellungsgespräch meine Heimat Bautzen besucht habe. Auf der Fahrt ist mir bewusst geworden, wie schön es dort eigentlich ist. Da stieg in mir schon ein wenig Sehnsucht auf. Damals habe ich über 700 Kilometer weit weg in Süddeutschland gewohnt und dachte nicht, dass meine Bewerbung bei der SZ auch zum Erfolg führt.

Jeden Tag ein anderer Fall

Alexander Schneider berichtet für die Sächsische Zeitung aus dem Gerichtssaal. Langweilig wird es dort nicht.

Immer wenn in Dresden jemand gegen die Gesetze verstößt oder es brennt, ist Alexander Schneider gefragt. Er ist seit dem Jahr 2000 Justiz- und Polizeireporter der Sächsischen Zeitung. Den Vormittag verbringt der 45-Jährige im Amts- oder Landesgericht, sitzt stundenlang in Verhandlungen, spricht in Pausen mit Zeugen und Anwälten. Wieder in der Redaktion ruft er bei der Polizei an, um zu fragen, wo die Beamten den Tag über im Einsatz waren.

Jeden Tag läuft er die gleichen Wege ab, mitunter hat er es sogar mit ähnlichen Fällen zu tun und doch wird es für ihn nie langweilig. Gleich mehrere Prozesse gegen die mutmaßlichen Blockierer der Nazidemo am 19. Februar 2011 schaut er sich an. „Keine Verhandlung läuft gleich ab“, sagt er. Vorn steht immer ein anderer Richter, der seinen eigenen Befragungsstil pflegt; Angeklagte mit unterschiedlichen Beweggründen; Anwälte, die verschiedene strafmildernde Argumente finden; Zeugen mit einem anderen Blick auf die Tat. Jeder hat seine Rolle.

Fast wie im Theater

Im Prinzip ist eine Gerichtsverhandlung wie ein kleines Theaterstück. Eine spannende Geschichte – die Tat – steht im Mittelpunkt. Die Protagonisten sitzen im Zeugenstand und auf der Anklagebank. Das Stück selbst steht in groben Zügen in den Akten. Doch auch wenn jeder seine Rolle zigmal einstudiert hat, weiß man nie, welches Urteil am Ende gefällt wird.

Der Reporter kann im Zuschauerbereich alles verfolgen. Vor Gericht stellen andere die Fragen, versuchen herauszufinden, was warum passiert ist. Zu tun hat Alexander trotzdem genug. Er schreibt viele Details mit. Dabei geht es ihm weniger um Paragrafen, sondern darum, den Fall plastisch zu schildern. Wie lief die Tat ab, wie ist es dazu gekommen, was passiert überraschend im Gerichtssaal. Dem Reporter ist es wichtig, auch den Angeklagten zu Wort kommen lassen. „Es geht auch immer um die Frage, was einen Menschen zu so einer Tat bewogen hat“, sagt Alexander Schneider.

Strafmaß nicht ausschlaggebend

Die meisten Zuschauerplätze bleiben leer. Das erste Mal ging er als Volontär der Fränkischen Landeszeitung aus Neugier ins Amtsgericht, das gleich gegenüber war. „Verhandlungen kannte ich vorher nur aus Filmen“, erzählt er. Bei der Auswahl der Fälle ist für ihn nicht die Höhe der Strafe ausschlagend, oft sind die kleineren Delikte die interessanteren: „Der alltägliche Wahnsinn ist oft spannender.“ Die Staatsanwaltschaft fordert für die mutmaßlichen Blockierer einer Nazi-Demo Geldstrafen von wenigen Hundert Euro.

Um den Platz für Gerichtsberichte und Polizeimeldungen musste der Redakteur vor einigen Jahren noch kämpfen. „Vielen Zeitungen war Kriminalität zu schmutzig“, sagt er. Alexander Schneider ist es wichtig, dass die Dresdner wissen, was in ihrer Stadt los ist. Schließlich könnten sie vom Polizeigeschehen betroffen sein. „Die Leute wollen informiert werden, wenn in ihrer Straße eingebrochen wurde“, sagt er. Doch seit ein paar Jahren schätzen die Redaktionen die kurzen Geschichten aus dem Gerichtssaal. Am besten kommen beim Leser Fortsetzungen an. Wenn schon eine Polizeimeldung in der Zeitung stand und jetzt der Fall vor Gericht verhandelt wird. „Die Leute wollen immer wissen, wie es ausgeht.”

Von Dagny Rößler

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