Die Chefredaktion

Er weiß wo es langgeht: Chefredakteur Uwe Vetterick

Ich bin Journalist geworden, weil….mich ein Verleger und ein Chefredakteur im Frühjahr 1990 zu einem Praktikum überredet haben.
Uwe Vetterick, Chefredakteur
Uwe Vetterick, Chefredakteur
Zur SZ gekommen bin ich so: Ein Anruf des damaligen Geschäftsführers, zwei gemeinsame Essen (einmal Frühstück, einmal Brunch), ein ungewöhnliches Gespräch. Das war’s. Das mag ich an meinem Job: Geschichten erzählen, Blattmachen, Menschen überraschen. Meine bisher beste „Story“… habe ich wohl tatsächlich als Volontär machen dürfen. Sie ging kurz erzählt so. Ein Mann, Mitte 50, verliert durch Krankheit seine geliebte Frau. Eine Frau, Mitte 50, verliert durch Krankheit ihren geliebten Mann. Durch Zufall werden beide nebeneinander begraben. Zufällig auch treffen sich bei der Grabpflege Witwe und Witwer und verlieben sich ineinander. Die Geschichte erschien zu einem Totensonntag. Selbst aus großem Leid kann neues Glück wachsen. Ein typischer Arbeitstag sieht bei mir so aus: 08.30 – 10.30 Uhr      Zeitungslektüre, Agenturen checken, Kaffee trinken 10.30 – 11.00 Uhr      Konferenz mit den newsgetriebenen Ressorts und Onlinern 11.00 – 12.00 Uhr      Verwaltungskram 12.00 – 13.00 Uhr      große Redaktionskonferenz 13.00 – 13.30 Uhr      Lunch 13.30 – 14.30 Uhr      neue Redaktionsprojekte besprechen und entwickeln 14.30 – 21.00 Uhr      Blattmachen

 Die Recherche-Chefin: Annette Binninger.

Annette Binninger, Leiterin Stadtredaktion Dresden
Annette Binninger, Leiterin Politik/Wirtschaft
Ich bin Journalist geworden, weil in diesem Beruf alles zusammenkommt, was ich gerne mache: Lesen, Geschichten erzählen, nach der Wahrheit suchen, schreiben – und damit, im weitesten Sinne, etwas „bewegen“.
Zur SZ gekommen bin ich im April 2005. Eine dort ausgeschriebene Stelle im Ressort Politik war seit Jahren mein Traumjob gewesen. Knapp sechs Jahre habe ich mich dann in der landespolitischen Berichterstattung „ausgetobt“, dann für ein Jahr die Stadtredaktion Dresden geführt. Seit dem 1. Februar 2012 leite ich nun das Ressort Politik/Wirtschaft der Sächsischen Zeitung. Das mag ich an meinen Job: Dass kein Tag ist wie der andere ist. Es gibt hier niemals Routine und damit Langeweile. Wir basteln hier jeden Tag an einer riesigen „Überraschungstüte“ für den Leser. Drin sind die besten Ideen, die spannendsten Geschichten, packend erzählt, und in der besten Verpackung, was Präsentation und Fotos angeht – kurzum, das, was die Menschen interessiert und was sie wissen sollten. Und, zum Glück: Man muss bei meinem Job nicht ganz so früh aufstehen und täglich um 8 Uhr im Büro auf der Matte stehen. Das war meine bisher beste Story: Das sollen andere beurteilen. Für mich waren es all die Geschichten, die Menschen berühren, Ungerechtigkeiten benannt, Fehler aufgedeckt und Misstände benannt haben – also all die Geschichten, die im besten Sinne von Journalismus letztlich etwas „bewegen“.

Chef am Newsdesk, Überblickbehalter und Volontärs-Papi: Kurator Heinrich Maria Löbbers

Heinrich Löbbers, Ressortchef Kultur
Heinrich Löbbers, Kurator
Ich bin Journalist geworden aus Freude am Schreiben, aus Neugier am Leben und aus Spaß am Einmischen.

 Zur SZ gekommen bin ich im Herbst 1991 als Praktikant der Deutschen Journalistenschule München. Im Juli 1992 habe ich dann als Redakteur im damaligen Ressort Innenpolitik/Sachsen begonnen.

 Ich mag an meinem Job, dass ich jeden Tag mit neuen Themen, neue Menschen und neuen Problemen zu tun habe.

 So sieht ein typischer Arbeitstag aus: Ein gutes Dutzend Zeitungen liegt auf dem Tisch, wenn ich früh in mein Büro komme. Lesen kann natürlich nur einige Texte, aber ich blättre und scanne, was und wie es die anderen machen, und ich reiße raus, was interessant ist. Man kann ja nicht auf jede Idee selber kommen. Dann beginnt der Verteilungskampf: die aktuellen Seiten müssen geplant, die Themen gefunden und verteilt, die Plätze vergeben werden. Später wollen Fotos ausgewählt, Texte redigiert und Überschriften gefunden werden. Und am Abend wundert man sich, dass die Zeitung doch wieder voll geworden ist. Den gesamten Tag lang gab es tausendundeine Entscheidung zu treffen, das Telefon stand nicht still, der Mail-Eingang stöhnte. Aber in der nicht vorhandenen Zeit zwischendurch, da sind einem die allerbesten Ideen für die übernächste Ausgabe gekommen.

Meine beste Story hieß „Der DDR-Funktionär und die West-Schweine“ und begann mit der Jungsau Nummer 053/07, die sich beim Wühlen im Dreck verletzt hatte. Daraus entwickelte sich ein skurriler Nachbarschaftsstreit zwischen einem aus Westdeutschland zugereisten Rechtsanwalt und seinen Nachbarn im ostsächsischen Skerbersdorf.

Sie hält den Laden am Laufen: Chefeditorin Ines-Karen Wetzel.

ines
Chef-Editorin Ines Karen-Wetzel
Ich bin Journalist geworden

 Zur SZ gekommen

 Ich mag an meinem Job, …

 So sieht ein typischer Arbeitstag aus:

Meine beste Story

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