Volo nur spielen

Hier müssen Sie alle durch: Der neue Newsroom der SZ. Am 23.11.18 war großer Launch von Sächsische.de.
Foto: Thomas Kretschel

Ein Volontariat ist der Einstieg in die meisten Journalistenberufe, ob Hörfunk, Fernsehen, oder eben Zeitung. Da sich dieser Blog vom Berufseinstieg handelt und auch von den SZ-Volos betrieben wird, stellen wir sie euch hier einfach mal vor.

Bei der SZ gibt es meist vier Volontär*innen zeitgleich. Die Ausbildung dauert zwei Jahre und man tingelt durch die meisten überregionalen Ressorts und einige Lokalredaktionen. Zwischendurch gibt es Schulungen, Workshops, Projekte und einen einmonatigen Aufenthalt an der Henri-Nannen-Schule. Der Name Volontariat kommt eigentlich von Freiwilligkeit und damit hat es wenig zu tun. Ehrliches Geld für ehrliche Arbeit gibt es, na wenn das nichts ist! Und obwohl die gedruckte Zeitung nicht mehr unbedingt der letzte Schrei ist, sind die Plätze heiß begehrt. Hier stellen sich die aktuellen Volos gegenseitig vor.

Marvin Grawert
23 Jahre alt
Volontär seit Apr/2019

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Maximilian Helm

Maximilian Helm
25 Jahre alt
Volontär seit Nov/2018

Wenn Maximilian ein Helm wäre, bestünde er aus grobem Strick. Nicht aus Stahl, wenn Krieg ist, geht er nicht hin. Nicht aus Seide, die Dekadenz des Patriarchats ist ihm zuwider.
Zuverlässig wie ein Strickpullover erweist sich Max bei Ausfällen, krisenfest als Leih-Editor noch in der wackeligsten Wahlnacht, seit Gerhard Schröder aus der Elefantenrunde torkelte. Zu einem Bier mit Putins Kumpel würde Max gleichwohl bestimmt nicht Nein sagen, geschlossene Fronten findet er noch schauriger als schiefe Layouts oder meinungsschwache Kommentare.
Die Waffe des Maxes ist sein Wort. Im Print, im Podcast, auf dem Theater-Podest. Wer ihn liest, hört ihn sprechen. Wer ihn spricht, sieht ihn fragen. Neue Medienformate vermag er seiner Zeitung ebenso zu erschließen wie ein Zeichen, das Gerechtigkeit verheißt: Das Gender-Sternchen. Max regt auf. Max bricht auf. Mit direkten Worten und Verständnis arbeitet der selbsternannte Anhaltiner sich durchs Haus. Was daraus werden soll? Prognosen traut sich wohl nicht einmal sein Gendersternchen liebender Ex-Professor zu, nur eins steht fest: Gegen Laufmaschen ist Max mindestens so gut gefeit wie seine modische Hommage an Nordpol-Tiere. (Franziska Klemenz)

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Daniel Krüger

Daniel Krüger
26 Jahre alt
Volontär seit Okt/2018

From Nürnberg with love: Mit Daniel hat es doch tatsächlich ein waschechter Bayer zur SZ geschafft. Oder Franke? Achtung, hier könnten Gefühle verletzt werden. Daniel war früher bei den Nürnberger Nachrichten, wo es angeblich etwas gemächlicher zuging. War ihm dann doch zu wenig, auf der Jagd nach Kreativität stieß er auf die Sächsische Zeitung. Zum Vorstellungsgespräch mietete er sich dann aus Versehen direkt gegenüber im Penck-Hotel ein. Das war eher semi für die Nervosität, aber offensichtlich gut für das Verkaufstalent. Denn sonst ist Dani eher Understatement-mäßig unterwegs und macht wenig Gewese um seine Person. Es sei denn, man fragt ihn nach seinen Geschichten. Denn dann blitzt ein Funken Wahnsinn in seinem Blick auf, er kommt näher, kneift seine Augen zusammen und erzählt von Taxifahrern in Meißen, Rathäusern in Dresden und Windrädern in Radebeul. Dabei holt er beängstigend selten Luft. Ein Mann mit Feuer für kleine und große Geschichten, mit guter Beobachtungsgabe und dem Hang zu einem Humor, der so trocken ist, dass ihn manchmal nur Eingeweihte überhaupt erkennen. (Maximilian Helm)

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Franziska Springer

Franziska Springer
33 Jahre alt
Volontärin seit 10/2018

Franzi hat schon so ziemlich alles gemacht. Was ja auch nicht die schlechteste Voraussetzung für eine Journalistin ist. So richtig zu Hause ist sie in Bautzen, beziehungsweise in der Nähe von Bautzen, an einem Ort von der Kategorie, dass die Sächsische Zeitung jeden Morgen per Luftpost gebracht wird. Wenn Franzi nicht gerade mit dem Nahverkehr einmal durch ganz Sachsen fährt, um eine Reportage zu schreiben (hat sie echt gemacht, ich schwöre!), baut sie gemeinsam mit ihrem Freund an ihrem eigenen Haus in besagter Schlucht irgendwie zwischen Mordor und Nordkorea.

Senf, oder wie man in Bautzen sagt: „Lebenssinn“. Foto: Franziska Springer

Zur SZ kam sie über ein Praktikum in der Redaktion Bautzen, nachdem sie vorher am dortigen Theater gearbeitet hat. Als Pressesprecherin! Seitenwechsel also? Kommt für eine echte Bautznerin nur in einer Beziehung nicht in Frage: Löwensenf zu kaufen. Gibt man ihren Namen im SZ-Archiv ein, stößt man zuallerst auf dieses Foto. Noch Fragen?

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Ehemalige Volontär*innen


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Franziska Klemenz

Franziska Klemenz
26 Jahre alt
Volontärin von 06/2017 bis 05/2019
Neuer Arbeitsplatz: Politik-Ressort

„Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen“, hat Helmut Schmidt mal gesagt. Wenn das stimmt muss Franzi mal zum Arzt. Ende der Geschichte.
…vielleicht nicht so ganz, denn vielleicht ist Franzi auch nur die geborene Reporterin. Eine, die sich nicht zu schade ist, sich mal die Hände schmutzig zu machen. Und die mit einer fast absurden Portion an Idealismus diese Recherche-Stunts vor sich und anderen rechtfertigt. Natürlich, ihre Schule war hart, mehrere Jahre lang als Polizeireporterin der BILD in Berlin. Zwischen Reichsbürgern und Swingerclub-Kellern hat sie ein dickes Fell entwickelt und die Fähigkeit, aus jedem eine gute Geschichte herauszupressen. Sie findet den Wurm, auch wenn sie nicht unbedingt der frühe Vogel ist. Dafür ist sie gesellig, manchmal etwas zu meinungsstark und eine sehr genaue Zuhörerin, die nicht unbedingt so tough und bestimmt ist, wie sie im ersten Augenblick wirkt. (Maximilian Helm)

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