Zwischen Klicks und Kaffeetassen

Sabrina Winter verbrachte vier Wochen als Praktikantin im Newsroom der SZ. Seitdem trinkt sie mehr Kaffee, dolmetscht polizeiliches Bürokratendeutsch und weiß, was Klicks bringt.

Zuerst das Klischee: die Kaffeemaschine! Gleich zwei Kollegen fragten mich an meinem ersten Tag, ob ich wisse, wie die funktioniere. Praktikanten müssen Kaffee kochen – ist ja klar.

Doch das Klischee erfüllte sich nicht. Kaffee habe ich nur gekocht, wenn ich selbst welchen trinken wollte. Die Frage der Kollegen war nett gemeint, weil der Kaffee im Haus der Presse für alle Mitarbeiter ist. Falls ich mal nichts zu tun hatte, hieß es

Sabrina Winter

Sabrina Winter unterstützte einen Monat die SZ-Onlineredaktion.  Foto: R. Bonss

dann: „Mach dir doch erstmal einen Kaffee.“

In einer Online-Redaktion hatte ich noch nie gearbeitet. Also gab zunächst eine Menge zu lernen: Wie lege ich Artikel für die Website an? Wie erstelle ich eine Bildergalerie? Wie reagiere ich auf die Facebook-Kommentare am geschicktesten?

Besonders interessant fand ich es zu sehen, welche Artikel oft angeklickt werden. Irgendwie stehen die Leute total auf Polizeiberichte. Unfälle, Verletzte, Vermisste und Tote haben viele Klicks. Verstehen kann ich das nicht. Ich persönliche klicke nie auf Polizeiberichte. Ehrlich gesagt, wundere ich mich, dass der Facebook-Algorithmus die Artikel noch nicht aus meinem Newsfeed radiert hat. Doch da viele sz-online-Nutzer Polizeiberichte lesen, müssen sie geschrieben werden. Das ist gar nicht so einfach. Denn das Verwaltungs-Deutsch der Polizei-Pressestelle in einen lesbaren Text zu verwandeln, braucht Übung.

Mit Hashtags spielen

Zum Glück waren Polizeiberichte nicht alles. Ich konnte auch meine eigenen Themen umsetzen. So habe ich eine Reportage über die Zooscouts in Dresden und einen Bericht über die neue Service-Hotline der TU geschrieben. Beide Artikel sind sogar in der Zeitung erschienen. Einmal bin ich mit meinem Fahrrad durch Dresden gefahren und habe die öffentlichen Grillplätze fotografiert und bewertet. Der Artikel hatte viele Klicks.

Rechercheausflüge waren aber die Ausnahme. Der Alltag meiner vier Praktikumswochen sah so aus: Newsstream der Deutschen Presse-Agentur beobachten, wichtige Meldungen von unwichtigen unterscheiden, Artikel für die Website anlegen, Bilder suchen, E-Mails checken, telefonieren um Fakten zu klären oder noch ein Detail für einen Artikel zu erfragen. Und meine liebste Aufgabe: Social-Media-Kanäle betreuen. Konkret bedeutet das: Artikel auf Facebook, Twitter und Google+ posten, Kommentare moderieren, auf Tweets reagieren und so weiter. Das fiel mir leicht. Ich konnte mich ausprobieren und mit Hashtags spielen. Außerdem ist es immer eine kleine Herausforderung, Artikel so anzukündigen, dass jemand darauf klickt.

Eines Tages habe ich im Redaktionssystem die Quizfunktion entdeckt. Die musste ich natürlich ausprobieren! Herausgekommen ist das hier.

Wenn sich Kaffeebecher füllen

Die Web-Editoren sind normalerweise die ersten im Newsroom. Am Morgen ist es dort noch ruhig. Nur die Onliner sind da, tippen, klicken, sprechen sich kurz ab. Je später es wird, desto geschäftiger wird das Treiben. Die leeren Tische füllen sich, mit ihnen die Kaffebecher und das Tippen wird lauter. Schließlich erscheinen immer mehr Artikel auf den Bildschirmen, an denen die Zeitung für den nächsten Tag angezeigt wird.

Ich hatte zuvor schon einmal ein Praktikum in der Görlitzer Lokalredaktion der SZ gemacht. Das war gut so. Denn manchmal muss es schnell gehen im Onlinejournalismus. Dann hilft es zu wissen, wie man gut formuliert. Was ich auch gelernt habe: Immer Sachen anbieten und sich einbringen. Und wenn ein Kollege mit einem Thema auf dich zukommt: dankbar annehmen!

Um seine Artikel an den richtigen Mann oder an die richtige Frau zu bringen, muss man manchmal kämpfen – besonders in großen Häusern. So ging es mir mit den Printartikeln. Bevor der richtige Ansprechpartner gefunden war, musste ich mich von X nach Y telefonieren, nur um dann von Q zu erfahren, dass Z zuständig ist. Am Ende hat es sich gelohnt und die Artikel sind auch in der Zeitung erschienen.

Insgesamt waren es vier anstrengende Wochen. Denn acht Stunden am Tag zu arbeiten, ist ein Unterschied zum Studentenleben. Aber es waren auch vier schöne Wochen, in denen ich viel gelernt habe und sehr nette Kollegen um mich hatte, die mir immer geholfen haben, wenn das Redaktionssystem nicht so wollte wie ich. Und natürlich: vier Wochen mit viel Kaffee.

Hautnah an den schwarz-gelben Aufstiegshelden

Der 15-jährige Maximilian Selle sammelt als Praktikant bei der SZ derzeit erste journalistische Erfahrungen. Das brachte ihm ein Treffen mit den Kickern von Dynamo Dresden. Wie er den Termin erlebt hat, schildert er hier.

Maximilian Selle

SZ-Praktikant Maximilian Selle. Foto: Ronald Bonß

Am 11. Mai 2016 besuchte ich mit Cynthia Thor vom Videoteam der Sächsischen Zeitung  den Familientag mit Dynamos Aufstiegshelden im Dresdner Zoo.

Als wir im Zoo ankamen, sah ich viele Besucher. Darunter waren eine Menge Dynamofans, die ihre Mannschaft vor Saisonende noch einmal hautnah erleben wollten.

Die in Schwarz und Gelb gekleideten Fans belagerten die 13 Stationen im Zoo, an denen Dynamospieler Autogrammkarten verteilten und für Fotos posierten. Ich sah viele Familien, die ihre Kinder mit den Dynamo-Spielern fotografierten und sich Autogramme in ihre Aufstiegshefte schreiben ließen.

Jüngere Dynamofans hatten außerdem die Möglichkeit, mit den Spielern zu kicken, zu klettern, zu hüpfen, zu rätseln und zu malen. Doch durch den riesigen Andrang war es manchmal nicht möglich, dieses Programm umzusetzen.

In der Nähe des Eingangs stand ein Glücksrad, bei dem es Dynamofanartikel gab. „Glücksfee“ Janis Blaswich, einer der Torhüter von Dynamo Dresden, betreute das Gewinnspiel.

Die meisten Fans tummelten sich an den Ständen von Justin Eilers, Marvin Stefaniak und Michael Hefele. Das hatte wahrscheinlich damit zu tun, dass Kapitän Hefele in der Sommerpause zum englischen Zweitligisten Huddersfield Town wechselt. Auch Justin Eilers verlässt die SGD, er spielt ab der kommenden Saison bei Werder Bremen. Es bot sich also einmal die Möglichkeit, diese Leistungsträger so nah, zusammen und in diesem speziellen Umfeld zu sehen.

Auch ich nutzte die Gelegenheit für ein Interview mit den drei Spielern. Allen stellte ich die Frage, was es ihnen bedeutet, mit den Fans den Tag im Zoo zu verbringen. Anschließend schnitt Cynthia die O-Töne zusammen und veröffentlichte das Video auf YouTube:

Meine Erwartungen, dass ich Erfahrungen beim Führen von Interviews sammle, wurden erfüllt. Mir hat gefallen, die Spieler anzusprechen und ihnen aus der Perspektive eines Reporters Fragen zu stellen – eine Situation, an die ich mich durchaus gern gewöhnen würde.

Ich möchte später einmal Journalist werden, weil ich gerne mit Menschen spreche und ich mich sehr für Sport, Politik und Wirtschaft interessiere.

Warum noch Journalist werden?

Diesen Monat feiert die Sächsische Zeitung ihren 70. Geburtstag. Doch wie sehen angesichts sinkender Verkaufszahlen und der zunehmenden Digitalisierung die nächsten 70 Jahre aus? Die Volontäre der SZ erklären, warum sie Journalist werden wollen – und an eine Zukunft des Mediums glauben.

Nina Schirmer (r.): Karla Kolumna fand ich ja schon immer gut. Aber selbst
rasende Reporterin werden – die Entscheidung habe ich erst nach dem Abi getroffen. Damals habe ich bei einem kleinen Radiosender gearbeitet. Anfangs war es einfach nur das Quatschen mit den verschiedensten Leuten, das mich begeistert hat. Schnell kam dann aber die Erkenntnis dazu, dass man dieses „Gequatsche“ auch aufarbeiten, verständlich darstellen und kreativ rüberbringen muss. Genau das macht diesen Beruf für mich besonders. Als Journalistin kann ich mitentscheiden, worüber die Leute wie informiert werden. Ein großes Privileg und eine noch größere Verantwortung, wie ichUnbenannt finde. Deshalb braucht es nach wie vor gut ausgebildete Journalisten. Im Volontariat kann ich sehr abwechslungsreich arbeiten. Mal muss ich faktenorientiert und ohne U
mschweife schreiben, dann wieder mich vorsichtig und schöngeistig einem Thema annähern. Schon ziemlich cool, wenn man damit sein Geld verdienen kann. Mir ist aber bewusst, dass ich mich jetzt im Volo noch in einer halbwegs geschützten Blase befinde. Ein bisschen blicke ich deshalb auch in eine ungewisse Zukunft. Wichtig ist, immer flexibel zu bleiben. Journalist ist nun mal kein Job, bei dem man bis zur Rente im selben Büro sitzt. Dafür ist es einer der spannendsten Berufe, den ich mir vorstellen kann.

Marleen Hollenbach (2.v.r.): Der kleine Teufel ist noch da. Die Stimme im Kopf, die mir immer mal wieder die Laune vermiest. Dann, wenn sie mich fragt, warum ich junger Mensch beim alten Medium „Zeitung“ gelandet bin und ob ich tatsächlich denke, dass Journalisten noch gebraucht werden. Und manchmal, wenn die Kaffeekanne leer und der Chef unzufrieden ist, dann ertappe ich mich dabei, wie ich dem Teufelchen zuhöre. Doch auch wenn der Pessimismus gern mal mit mir plauscht, behält er nicht die Oberhand. Journalist sein, das ist für mich ein Traumjob. Vielleicht liegt es daran, dass ich nicht stillsitzen kann. Schon allein bei der Vorstellung, tagein tagaus derselben Beschäftigung nachgehen zu müssen, zappeln meine Füße. Ich will raus, mich mit immer neuen Themen beschäftigen, viele interessante Menschen kennenlernen, spannende Orte besuchen, kreativ sein. Vielleicht werde ich tatsächlich meinen Enkelkindern im Museum zeigen müssen, was eine Zeitung ist. Die Presse wird es aber immer geben. Für mich sind unabhängige Journalisten ein wichtiger Teil der Demokratie und damit unverzichtbar. Einer muss doch die Politiker im Blick behalten. Einer muss im Auftrag der Bürger die brennenden Fragen stellen, die vielen Informationen sammeln und die Zusammenhänge erklären. Ob auf gedrucktem Papier oder als Online-Artikel – das ist am Ende egal.

Susanne Sodann (2.v.l.): Frisch aus dem Urlaub steht der Chef im Büro. „Schau mal in deine E-Mails“, sagt er. Aktivisten haben mehrere Bäume am Tagebau Nochten besetzt. Fotografen informieren, Block schnappen – los. Schließlich stapfen Fotograf und Volontärin durch den Wald, von Aktivisten keine Spur. Am Ende haben wir sie gefunden: fünf Leute auf drei Bäumen, von denen sich Vattenfall wahrscheinlich nicht sonderlich stören lässt.
Aber die Episode zeigt, was mich am Journalismus interessiert: die Dinge mit eigenen Augen sehen, neugierig sein dürfen. Eine Tageszeitung, gerade im Lokalen, hat noch eine Besonderheit: Die Themen, Debatten, Orte, Menschen, über die wir schreiben, interessieren und betreffen unsere Leser ganz direkt– weil sie vor ihrer Haustür stattfinden.
Manchmal sind auch echte Überraschungen dabei: das Anatomie-Institut an der TU Dresden, das Filmset für „Der junge Marx“ in Görlitz oder das Gefängnis Waldheim. Manchmal enden solche Überraschungen zwar in überraschend viel Stress. Aber die Vielzahl dieser Themen hat etwas, das Mut macht: Es gibt noch viel mehr als politisch motivierte Spaziergänge.

Linda Barthel (l.): Im Journalismus kann man aber auch nicht leicht Fuß fassen, oder?“, fragt mich meine Englisch-Lehrerin nach den Abi-Prüfungen. Gerade habe ich ihr von meinem Berufswunsch erzählt. Verunsichern konnte sie mich damals nicht. Der Beruf hat mich nämlich schon immer gereizt. Leute kennenlernen, ausfragen, schreiben – tolle Sache. So habe ich mir das zumindest immer vorgestellt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Na klar, manch ein Artikel ist mehr Qual als Freude, aber das passiert selten. Was ich besonders an der Arbeit mag: Es kommt nie Langeweile auf. Ich könnte mir nichts Schlimmeres vorstellen, als jeden Tag vor dem PC zu sitzen und immer das Gleiche zu machen. Das kommt zum Glück nie vor.  Oft bringt der Tag etwas anderes als erwartet. Das liebe ich. Was mich dagegen ärgert: In letzter Zeit werde ich häufig gefragt, warum ich bei der Lügenpresse arbeite. Meist folgt ein Lachen und „Alles nur Spaß.“ Ich bin mir aber nicht sicher, ob das so ist. Klar ist jedoch, dass ich mir den Spaß am Journalismus nicht nehmen lasse, auch wenn die Zeiten schwierig sind. Viele bezweifeln gerade nicht nur die Glaubwürdigkeit, sondern auch die Zukunft der Zeitung. Ich glaube aber fest daran, dass gute Texte weiterhin gelesen werden – auch in gedruckter Form. Dass es wichtig ist, dass sich die Leute informieren und keine Mir-doch-egal-Haltung haben.

Tobias Hoeflich: Ob aufgeschwatzter Handyvertrag, zugewucherter Gehweg oder gefrustete Bahnfahrer: In meiner Zeit bei der Dresdner Stadtredaktion habe ich schon über unzählige Possen und Probleme berichtet. Meist tut sich danach etwas im Sinne der Hilfesuchenden. Das Gefühl, mit seiner Arbeit etwas bewegen zu können, ist nur ein guter Grund, Journalist zu werden. Gerade im Lokalen lernt man täglich neue Menschen, ihre Arbeit und ihre Geschichten kennen. Ich war dabei, als VW in der Gläsernen Manufaktur einen Werbespot für den Superbowl drehte. Traf Dynamo-Idol Benny Kirsten beim Märchenlesen in der Grundschule. Ging mit dem Polizeichef des Striezelmarkts auf Streife. Welcher Beruf bietet noch solch eine Vielfalt? Leider spürt man, dass das Vertrauen in die Medien gelitten hat. „Meinen Namen möchte ich nicht in der Zeitung lesen“: Diesen Satz höre ich immer öfter. Zugleich bin ich davon überzeugt, dass es ausgebildete Journalisten braucht, die die Fülle an Nachrichten sichten und ordnen, komplexe Themen verständlich erklären, Regierende und Regierte verbinden. Fragwürdige, oft anonym betriebene Internetseiten können keine Alternative sein. Davon müssen wir unsere Leser jeden Tag aufs Neue überzeugen – durch größtmögliche Sorgfalt, ausgewogene Recherche und dem Bewusstsein für die Verantwortung, die wir als Medium haben.

Vom Bürgerradio zur SZ

Volontäre stellen sich vor: Nina Schirmer arbeitet seit 2015 für die Sächsische Zeitung.

Klick gemacht hat es nach dem Abi. Ich habe für ein Jahr bei einem Bürgerradio in meiner Heimat in Thüringen gearbeitet. In der Zeit bin ich quer durch den ganzen Landkreis gekutscht und habe über alle Themen berichtet, die mir vor die Füße gefallen sind . Das ist nie langweilig geworden. In dem Jahr ist dann der Wunsch gewachsen, als Journalistin zu arbeiten._DSC1600

Vor dem Volo hätte ich nie gedacht, dass ein „launiger Bericht“ etwas Gutes ist. Während meines ersten Monats hier hat ein Redakteur zu mir gesagt, ich hätte einen launigen Text geschrieben. Ich dachte, dass sei total schlecht und ich müsse alles ändern. Aber eigentlich hat er es als Lob gemeint. Inzwischen habe ich dieses ganze Zeitungsvokabular, glaube ich, ganz gut drauf.

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen: Journalistin ist mein realistischer Traumberuf. Aber irgendwie hat ja jeder auch einen unrealistischen Wunsch. Ich wäre gern Ballerina. Vielleicht kann ich ja irgendwann mal über eine Ballettaufführung schreiben.

An diese Geschichte erinnere ich mich oft: In meiner ersten Woche wurde eine Behelfsbrücke in Dresden abgerissen. Ich musste früh um 6 vor Ort sein und den Abriss beobachten. Auf dem Weg dorthin war meine Laune, sagen wir mal, mittelmäßig. Aber dann gab`s einen richtig schönen Sonnenaufgang. Das frühe Aufstehen hatte sich allein deshalb total gelohnt. Ohne Zwang hätte ich mir ja nie so zeitig den Wecker gestellt. Außerdem wurde mein Text später gelobt. Gerade wenn man neu ist, freut man sich darüber sehr.

Ich bin Spezialistin für: die kleinen Geschichten hinter dem großen Knall. Oft stößt man auf die spannendsten Sachen, wenn man sich das Drumherum genauer anguckt  ‑ egal bei welchem Thema. Ansonsten interessiere ich mich sehr für Kultur und bin auf meine Volostation im Kulturressort gespannt.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt als ich gleich an meinem ersten Tag einen Text schreiben durfte und in der ersten Woche einen Aufmacher. Inzwischen, nach nicht ganz zwei Monaten, habe ich schon eine richtig schöne Sammlung an Texten. Mir war am allerwichtigsten, dass ich einbezogen werden und selbst viel schreiben darf. Das läuft richtig gut.

Bericht aus Berlin

Auch außerhalb Sachsens arbeiten Journalisten der SZ – zum Beispiel in der Bundeshauptstadt. Eine Woche lang konnte SZ-Volontär Tobias Hoeflich in den Politikbetrieb reinschnuppern.

bundes3

Gähnend leer zeigt sich die U-Bahn-Station Bundestag. Und das trotz Sitzungswoche! Nein, das liegt nicht daran, dass sämtliche Abgeordnete und deren Mitarbeiter lieber den Chaufferservice statt die öffentlichen Verkehrsmittel in Anspruch nehmen. Die Kanzlerbahn, die den Bundestag später mit dem Alexanderplatz verbinden soll, ist schlichtweg noch nicht fertig. Mit Verkehrsprojekten hat es die Bundeshauptstadt ja bekanntlich auch nicht so…

Alt trifft neu am Spreeufer. Fotos: T. Hoeflich

bundes5

Gebaut wird aber auch oberirdisch jede Menge in Berlins Mitte, wo nicht nur der Reichstag über allem thront, sondern auch viele Ministerien ihren Sitz haben. Anfang Oktober konnte ich mir eine Woche lang einen Überblick über den politischen Alltag in Berlin verschaffen. Denn auch in der Hauptstadt hat die SZ mit Sven Siebert und Peter Heimann gleich zwei versierte Korrespondenten vor Ort, die bestens mit Abgeordneten, Verbänden und sonstigen Akteuren vernetzt sind unsere Leser aus dem politischen Herz Deutschlands informieren.

Die Wege in Berlin für Journalisten sind kurz – trotz Großstadt. Rings um den Bundestag wurden mehrere Neubauten errichtet, die unter anderem für die vielen Mitarbeitern im Politikbetrieb, Ausschusssitzungen und Konferenzen dienen. Ein Tag in der Hauptstadt kann für Journalisten lang sein: Plenarsitzung, Untersuchungsausschuss, Pressefrühstück: Immer steht etwas an. Klar, dass man auf den Straßen im Regierungsviertel regelmäßig auf Politiker trifft, die man sonst nur aus dem Fernsehen kennt, wenn sie bei Jauch und Co. sitzen.

Wer die Möglichkeit hat, einmal im Korrespodentenbüro tätig zu sein, sollte nicht unbedingt erwarten, gleich über sämtliche weltpolitischen Thema zu schreiben. Vielmehr erhält man in erster Linie einen Eindruck, wie der Politikbetrieb in Berlin tickt und wie Journalisten darin eingebunden sind. Und das ist mindestens genauso spannend.

bundes1   bundes4

Mehrmals pro Woche stehen Sprecher der jeweiligen Bundesministerien Journalisten der Bundespressekonferenz Rede und Antwort.

Ein Sommer in Hoyerswerda

Tobias Hoeflich war über seine erste Volontariatsstation zunächst wenig begeistert. Doch nach den drei Monaten denkt er anders über die klischeebehaftete Stadt.

hoy1

Tobias Hoeflich im neuen, sozialistischen Zuhause.

Zugegeben, ich musste schlucken. Eben noch schnellten die Mundwinkel nach oben, als mich der stellvertretende Chefredakteur zur Volontärsstelle beglückwünschte. Aber dann dieser Satz: „Ihren Sommer verbringen Sie in Hoyerswerda.“ Uff, das saß. Und die Mundwinkel senkten sich fast auf Kinnhöhe. Hoyerswerda? Ist das nicht diese Plattenbaustadt, wo sich nichts rührt außer der Abrissbagger? Wo nur noch deshalb junge Leute wohnen, weil die vielen Alten ja gepflegt werden wollen? Und mussten hier nicht einst Asylbewerber um ihr Leben fürchten, weil ein aggressiver Mob vorm Flüchtlingsheim wütete?

Meine erste Fahrt am 1. Juni, vom heimischen Dresden in die Stadt im Norden des Landkreises Bautzen, glich daher einer Reise ins Ungewisse. Das Büro der Lokalredaktion liegt am Lausitzer Platz, das Herzstück des neuen, DDR-geprägten Hoyerswerdas. Liebhaber historischer Altstädte dürften hier die Nase rümpfen, doch auf dem Platz geht es durchaus lebhaft zu. Hier trifft man sich, um zu plauschen, über den Markt zu schlendern oder ins „Lausi“, das Lausitzcenter, zu gehen. Lokalchef Uwe Schulz begrüßte mich herzlich und stellte mir das sympathische Team vor, das hier den Hoyerswerdaer Lokalteil der SZ beisteuert.

hoy2

Mehr als Platte: Hoyerswerdaer Altstadt.

Die erste Überraschung folgte schon an Tag 1 beim ersten Rundgang durch mein Zuhause-auf-Zeit. Dass Hoyerswerda eine Altstadt hat, war mir nicht bewusst. Zwar klein, aber durchaus ansehnlich, präsentiert sich das Areal rund um den zentralen Marktplatz mit dem Rathaus. Und gleich der nächste Schock: Hier werden ja Häuser neu gebaut und nicht nur abgerissen! Auch thematisch bot das Leben in der Stadt und drumherum genug Stoff für spannende Geschichten. Und das im Sommerloch. So war ich etwa dabei, als das neue, tonnenschwere Fahrgastschiff fürs Lausitzer Seenland per Kran ins Wasser gehievt wurde. Ebenso berichtete ich vom tagelangen Hungerstreik von Hoyerswerdaer Asylbewerbern.

Lokalchef Uwe Schulz überließ mir nicht nur diese wichtigen Geschichten, sondern bot mir zusätzlich die Möglichkeit, selbst zu fotografieren und eine eigene Serie auszuarbeiten. So konnte ich mich auch persönlich weiterentwickeln und lernte parallel zu meinen Recherchen die Vorzüge der Region kennen: Nach Dienstschluss hatte ich die Qual der Wahl, an welchem der vielen herrlichen Strände im Seenland ich den Feierabend verbringe, während meine Dresdner Kumpels sich in die überfüllten Freibäder quetschten. Und wenn ich doch mal nicht die Nacht in der von der Redaktion angemieteten Neubauwohnung verbringen wollte, war der Weg von Hoyerswerda nach Dresden mit gut einer Stunde Fahrtzeit auch keine unüberwindbare Distanz.

hoy3

Sonnenuntergang im Seenland.

Das alles heißt freilich nicht, dass die vielen Klischees und Vorurteile über Hoyerswerda aus der Luft gegriffen sind. Ja, vor allem alte Leute dominieren das Straßenbild. Und ja, auch derzeit werden wieder Häuser aus DDR-Zeiten abgerissen. Es gibt keine große Auswahl an Restaurants, Bars und Clubs. Aber während meiner drei Monate habe ich hier viele Leute, auch junge, kennengelernt, die gern in Hoyerswerda leben und mit ihrem Engagement die Stadt auch lebenswert machen. Hoyerswerda auf Überalterung und Plattenbau zu reduzieren, wird der „Hauptstadt des Seenlands“ nicht gerecht. So hat sich mal wieder bestätigt, dass man sich eben nicht von Vorurteilen und vom Hörensagen leiten lässt, sondern sich besser selbst ein Bild vor Ort macht. Eine Lektion, die nicht nur fürs Leben generell, sondern auch und gerade für die Arbeit als Journalist eine Maxime sein sollte.

Fotos: Tobias Hoeflich (2), Selbstauslöser

Frau fürs Lokale

 

Linda Barthel, SZ - Mitarbeiterin am 28.6.2013. Foto Steffen Unger Steffen Unger Tel: 0178 43 50 786 email: steffen_unger@gmx.de Besondere Hinweise : Achtung:  honorarpflichtiges Foto; alle Rechte vorbehalten lt. ¤2 UhrG, bitte Namensnennung nicht vergessen. WICHTIG: Jegliche kommerzielle Nutzung ist Honorar- und Mehrwertsteuerpflichtig! Honorar gemaess MFM. Weitergabe an Dritte nur nach vorheriger Absprache mit dem Urheber! Darstellung im INTERNET ist grundsaetzlich Honorar- und Mehrwertsteuerpflichtig, auch als 1:1 Kopie in INTERNET-Ausgaben von Tageszeitungen und Magazinen. Autoren-Nennung auch fŸr INTERNET-Darstellung gemaess ¤ 13 UrhGes.  C O M M E R Z B A N K  D R E S D E N  BLZ : 850 400 00 Konto :2036697 00 Copyright : Steffen Unger 01877 Bischofswerda, Germany; Finanzamt Bautzen, Steuernummer: 204/283/01294 (alle Bilder umsatzsteuerpflichtig bei 7%)  BITTE UM BELEGEXEMPLAR.

Volontäre stellen sich vor: Linda Barthel (24) ist seit März 2015 SZ-Volontärin. Zuvor hat sie bereits drei Jahre lang für die Lokalredaktion Dresden gearbeitet. Alles begann mit einem Praktikum, das sie während ihres Medienstudiums machte. Dafür kam sie vor sechs Jahren aus dem Erzgebirge nach Dresden.

Klick gemacht hat es eigentlich nie. Zumindest nicht so, dass ich mich daran erinnern könnte. Ich wollte immer schon Journalistin werden. Es muss es also irgendwann in meiner Kindheit Klick gemacht haben.

Vor dem Volo hätte ich nie gedacht, dass man eine Kantine vermissen kann. Man kann. Das habe ich in der Meißner Lokalredaktion ziemlich schnell gemerkt. Mittlerweile würde ich viel dafür geben, wieder jeden Tag in der Kantine im Haus der Presse essen zu können. Dort gibt es zwar keine Sterne-Küche, aber immerhin richtiges Mittagessen. Danach suche ich im Kaufland noch immer vergeblich …

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen: sicher ruhiger, dafür aber auch langweiliger. Ich hatte nie einen anderen Berufswunsch, deshalb kann ich auch nur schwer sagen, wie mein Leben ohne Journalismus ausgesehen hätte. Vielleicht wäre ich wie meine Mutter Grundschullehrerin geworden – dann hätte ich zumindest Anderen das Schreiben beibringen können.

An diese Geschichte erinnere ich mich oft: an meine erste Geschichte. Es war keine große Sache, eine verwilderte Brache sollte zur Freizeitanlage für Jugendliche umgestaltet werden. Dafür waren noch Ideen gefragt. Heute ist auf der Fläche ein Skatepark, an dem ich jeden Tag vorbeifahre. Oft denke ich dann: Damit hat alles angefangen.

Ich bin Spezialistin für: lokale Geschichten. Ob es dabei um ein millionenschweres Bauprojekt, verärgerte Anwohner oder eine Ladeneröffnung geht, ist egal.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt, als ich gleich am ersten Praktikumstag einen großen Themenstapel in die Hand gedrückt bekam und sofort loslegen durfte. Nicht Kaffee kochen, sondern schreiben. Ein tolles Gefühl. Das wurde auch an Praktikumstag 2 – ich musste für die Geschichte eines Kollegen im Badeanzug an einem halblegalen See posieren – und Praktikumstag 3 – an meinem Geburtstag saß ich in einer Suchtberatungsstelle – nicht getrübt.

Druck aus Leipzig

Eine neue Wochenzeitung soll die Medienlandschaft in Leipzig bereichern. Doch derzeit werben die Gründer noch um Abonnenten.

 

Von David Berndt

 

Um Journalist zu werden, oder auch zu bleiben, gibt es verschiedene Wege. In Leipzig haben jetzt Menschen „einfach“ ihre eigene Zeitung gegründet, die Leipziger Zeitung (LZ), mit dem Schwerpunkt auf lokalen und regionalen Themen.

Mit Ausgabe Null ist am 20. März der erste Titel dieser zukünftigen Wochenzeitung erschienen; gedruckt, auf Papier, zum Anfassen und Blättern.

LZ_Titelseite

Titelseite der Ausgabe Null der Leipziger Zeitung.

 

Gerade das Format ist aber erstaunlich, in Zeiten sinkender Abo-Zahlen von Printmedien und steigendem Einfluss von Online-Medien ist dieser Schritt überraschend. Die drei Gründer und Geschäftsführer der LZ, Cesare Stercken, Robert Dobschütz und Moritz Arand, haben sich bewusst für ein Printmedium entschieden, auf der Titelseite und in einem Editorial der Ausgabe Null erklären sie ihre Motive.

So brauche Leipzig eine neue Zeitung und eine Wochenzeitung sei die ideale Form, um die dortige Medienlandschaft zu ergänzen. Die Gründung der LZ sei „nicht aus romantischer Schwärmerei [entstanden], sondern weil eine gedruckte Wochenzeitung ein Mindestmaß an Ruhe und Besinnung herstellen kann, um sich vertiefend mit Themenschwerpunkten auseinanderzusetzen“, heißt es.

Dass auch die LZ nicht allein auf eine gedruckte Wochenzeitung setzen kann, versteht sich von selbst. Durch eine Kooperation mit der Leipziger Internet Zeitung wollen die Gründer der LZ ihre Print-Inhalte ergänzen. Das Internet sei schließlich kein Ersatz des gedruckten Wortes und die LZ kein Gegner digitaler Medien. In Sachen sozialer Medien arbeitet die LZ mit Facebook und Twitter.

Die spannendsten Fragen können aber im Moment auch die Gründer der LZ nicht konkret beantworten; wie geht es weiter? Was kommt nach Ausgabe Null, und vor allem wann? Noch bis zum 30. April ist die LZ dabei, Abonnenten zu werben, um die Finanzierung der Zeitung zu sichern. Ende Mai könnte dann Ausgabe 1 erscheinen.

Über 1.100 Menschen haben bislang Ausgabe Null gekauft. Der Abozähler auf der LZ-Homepage steht bei über 780. In der Aprilausgabe des Medienmagazins journalist heißt es, dass die Zielmarke bei 5.000 Abos liege. Moritz Arand, einer der drei LZ-Gründer, sei sich sicher, „dass wir bis zum Stichtag genügend Abonnenten haben werden.“

 

 

Noch bis Ende April veranstaltet die LZ Lesekonferenzen, um mit Leipzigern und anderen Interessierten ins Gespräch zu kommen über Lokaljournalismus und die geplante Wochenzeitung. Bleiben noch 15 Tage, um über 4.200 Abos an die Leser in Leipzig zu bringen.

 

 

Volontär gesucht

Journalist werden; darum geht es ja in diesem Blog. Jetzt bietet die Sächsische Zeitung dazu die nächste Gelegenheit: Sie hat eine Volontärstelle ausgeschrieben. Im Juli geht’s los. Bewerben könnt Ihr Euch bis 15. April. Hier erfahrt Ihr nochmal alles Wissenswerte rund ums Volontariat bei der SZ. Viel Erfolg.

 

Volo-RuV

Schüler machen Zeitung

FotograSChüler SZfieren, interviewen, Reportagen schreiben, layouten – kurzum: Zeitung machen wie die Profis. Die Schüler-SZ macht’s möglich. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie spannend es ist, Zeitung zu machen, kann sich jetzt bewerben. 14- bis 18-Jährige können mitmachen.

Wie läuft das Projekt Schüler-SZ genau ab?
Die Schüler-SZ ist eine Ausgabe der Sächsischen Zeitung, die von Schülern gestaltet wird, sowohl in den Lokalteilen als auch in den Ressorts Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur. Unter der Anleitung von Redakteuren werden die Schüler recherchieren und schreiben. Am Sonnabend, 20. Juni, landet die Schüler-SZ in den Briefkästen der Leser.
Um welche Themen geht es in diesem Jahr?
Wir wollen Themen aufgreifen, die 14- bis 18-Jährige bewegen. Das Motto heißt „Alles wird besser“. Die Artikel sollen sich darum drehen, ob die Lösungen immer in der Zukunft liegen. War nicht früher alles besser? Die Erwachsenen bestimmen heute darüber, wie das Leben der Jugendlichen morgen aussieht. Aber sollten sie nicht auch die Jüngeren fragen? Egal, ob es um den Stadtpark, das Wahlrecht, den Beruf, den Klimaschutz oder die Schule geht.
Wer kann bei der Schüler-SZ mitmachen?
Das Projekt richtet sich an Schüler der achten bis zwölften Klassen an Mittelschulen und Gymnasien. Wer sich für das tagesaktuelle Geschehen interessiert, gerne und gut schreibt, Fragen stellt und neugierig auf die Welt schaut, ist bei der Schüler-SZ genau richtig. Außerdem suchen wir talentierte Fotografen.

Wie können sich Schüler für das Projekt bewerben?
Schreibe bis zum 27. Februar eine E-Mail an schueler-sz@dd-v.de, in der du dich kurz vorstellst (Name, Adresse, Telefonnummer, Interessen), uns sagst, warum du an dem Projekt teilnehmen willst – und in welcher Redaktion du am liebsten mitarbeiten würdest. Die erfolgreichen Kandidaten bekommen kurz darauf eine Einladung.

Wie viel Zeit müssen die Schüler dafür einplanen?
Die Treffen von Schülern mit den Projektredakteuren finden von Ende März bis Mitte April in den Redaktionen in Bautzen, Döbeln, Dresden, Görlitz, Meißen und Pirna statt. Hier werden erste Ideen für Artikel entwickelt. Zwischen April und dem Erscheinungstermin im Juni finden etwa zwei Treffen pro Monat statt. Am Tag vor dem Erscheinungstermin der Schüler-SZ, also am 19. Juni, werden alle beteiligten Schüler in den Redaktionen sein und an den Redaktionskonferenzen teilnehmen.

Um welche Redaktionen der Sächsischen Zeitung geht es?
Wir suchen talentierte Schüler für alle 20 Lokalredaktionen der SZ. Lokaljournalisten sind nah dran am Puls der Zeit und am Alltag der Menschen. Wer in Dresden und Umgebung wohnt, kann sich auch für eine der zentralen Redaktionen bewerben. Wer mal einen Minister mit Fragen löchern will, sollte das Politikressort als Wunsch angeben. Wer gern ins Theater geht oder über Kunst diskutiert, soll auch in der Kultur darüber schreiben dürfen. Wer verrückt nach Fußball ist, ist im Sport gut aufgehoben.

 

Du willst bei der Schüler-SZ mitmachen? Dann schreibe bis zum 27. Februar eine E-Mail an schueler-sz@dd-v.de, in der du dich kurz vorstellst (Name, Adresse, Telefonnummer, Interessen), uns sagst, warum du an dem Projekt teilnehmen willst – und in welcher Redaktion du am liebsten mitarbeiten würdest. Die erfolgreichen Kandidaten bekommen kurz darauf eine Einladung.

 

Von Andrea Schawe

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.