Das Projekt „Schüler und Zeitung“ – ein Fazit

Die Schüler der Klasse 9l des Humboldt-Gymnasiums Radeberg haben in den letzten vier Wochen im Fach Deutsch ein Zeitungsprojekt bearbeitet. Im Rahmen dieses Projekts sollten sie eine Mappe mit den gesammelten Materialien, einem Zeitungstagebuch und einem selbst geschriebenen Artikel zu einem Thema ihrer Wahl abgeben.

Einige der Schüler fanden, dass dieses Projekt nicht ihren Erwartungen an den Deutschunterricht entsprach, weil es ihnen „zu langweilig“ war. Meine persönliche Meinung dazu ist, dass es keinesfalls langweilig war, denn man erfuhr im Rahmen des Projekts viel über die Zeitung. Außerdem bekamen die Schüler in den vier Wochen die Sächsische Zeitung, plus in einer Woche die Morgenpost, bereitgestellt. Somit konnte man sich intensiv mit der Zeitung beschäftigen, was die Deutschlehrerin unterstützte. Zum Beispiel durften die Schüler an einem Tag ein Zeitungsfrühstück machen, bei dem sie ganz in Ruhe in ihrer Zeitung stöbern konnten.

Trotzdem beschwerten sich manche, dass sie nicht genügend Zeit hatten, um die Zeitungen durchzulesen. Dazu waren die Deutschstunden allerdings auch nicht da, denn in jeder Stunde wurde ein wichtiger Teil der Zeitungsmappe besprochen und man beschäftigte sich mit Dingen wie dem „Zeitungs-Chinesisch“ oder dem Vergleich zwischen Tageszeitung und Boulevardpresse, so dass die Schüler eine guten Überblick bekommen konnten. Die Zeit, die die Schüler für die Fertigstellung der Mappen hatten, reichte völlig aus. Das sahen nicht alle ein, denn sie wollten nicht jeden Tag etwas für dieses Projekt tun. Das war auch gar nicht nötig, weil man genügend Zeit hatte, um das Erforderliche zu erbringen.

Natürlich gab es auch viele Schüler, die das Arbeiten mit der Sächsischen Zeitung erfreute oder auch neugierig auf mehr machte. So gibt es für Interessierte die Möglichkeit, in der Jugendredaktion der Sächsischen Zeitung an einer Zeitungsseite mitzuwirken oder selbst ein Jugendredakteur für die Zeitung zu werden.

Des Weiteren wurde ein Radeberger Lokalredakteur in die Klasse eingeladen, den die Schüler interviewen durften, was vielen auch Spaß gemacht hat. Somit fand ich, dass die vorangegangenen vier Wochen weder Zeitverschwendung noch langweilig waren und ich viel über die Arbeit einer Zeitung erfahren habe. Außerdem habe ich selbst ein bisschen Begeisterung für eine solche Arbeit in mir entdeckt.

Oliver Längert, Humboldt-Gymnasium Radeberg, Klasse 9l

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