Goodbye schwerer Schulranzen – Hallo Minitäschchen?!

Wenn man nach den meisten deutschen Schülern geht, würden wir schon lange mit Tablets in der Hand in der Schule sitzen.  Foto: Nathali HudallaDie Amerikaner machen es vor. Tablets an Schulen sind nicht nur heißbegehrt, sondern auch noch rückenschonend. Wenn es nach den meisten deutschen Schülern geht, dann würden wir schon seit einigen Jahren mit Tablets in der Hand an der Schulbank sitzen. In manchen deutschen Schulen, etwa in Berlin, ist dieser Traum auch schon Realität geworden. Mehrere Wochen wurden die digitalen Bücher von den Schülern getestet und nun sind sie offiziell in die Schule eingeführt worden. Begeisterung macht sich breit, denn im Geografie Unterreicht wird nun Google Earth anstatt des schweren Atlas verwendet.

Vom erschwerten Hausaufgaben machen ganz abgesehen, hat das „Tabletleben“ aber nicht nur Vorteile, denn die Tablets dürfen nur in der Schule benutzt werden, es sei denn, man nimmt sie für eine Leihgebühr von stolzen 500 Euro mit nach Hause. Außerdem werden jegliche Seiten, die die Schüler ablenken könnten, wie z.B. Facebook oder Spiele-Seiten gesperrt.

Doch was passiert wenn die Technik einmal aussetzt? Ganz einfach, Papier und Füller kommen dann wieder zum Einsatz und die Schulbücher werden wieder aus dem Lager herausgekramt.

Die Schüler in Berlin sind also zufrieden mit ihren neuen „Büchern“, aber wie sehen das Lehrer und Schüler in Sachsen?

Nach einer kurzen Befragung von Lehrern, Schülern und Lehramtsanwärtern sind sehr unterschiedliche Meinungen zum Vorschein gekommen. Gerade die etwas jüngeren Schüler sehen in der Tabletnutzung fast nur Vorteile. Die Meistgenannten sind: „Man kann in der Pause im Internet surfen und Videos angucken“ und „Mit Tablets sind die Schulranzen viel leichter“. Aber es gibt natürlich noch weitere Vorteile wie: leichte Bedienung, platzsparende Größe und somit einfacher Transport. Außerdem ist eine unmittelbare Nutzung garantiert.

Lehrer, Lehramtsanwärter und älteren Schüler treten dem Thema mit etwas mehr Skepsis gegenüber. So werden häufig Nachteile, wie „zu teure Anschaffungsgebühren“ und „leichte Manipulation der Tablets“ genannt. Hinzu kommen die Fragen was mit dem Lernen zu Hause passiert und wie die Leute das machen, die ohne Technik groß geworden sind. Hohe W-Lan Kosten für die Schule, erschwertes Schreiben langer Texte und fehlende USB-Anschlüsse sind noch weitere Nachteile der Tabletnutzung.

Wir Schüler finden die Tabletnutzung grundsätzlich besser als die schweren Bücher, es ist einfach cooler ein Tablet als ein Buch in der Hand zu halten während man lernt. Im Großen und Ganzen, merkt man dass die Tablets, genau wie die Bücher, Vor- und Nachteile haben. Dennoch würden sich die meisten deutschen, jungen Schüler über digitalen Nachwuchs freuen und ihn mit offenen Armen entgegen kommen.

G.-E.-Lessing-Gymnasium Kamenz
Sina Menzel, Nathalie Hudalla, Mariam Salah, Patricia Gill
(Klasse 8c)

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