Fang an zu leben!

Gratis-Online-Spiele sind der Renner. Doch wer nicht aufpasst, kann viel Geld dadurch verlieren.

„Stop leveling and start living! “ Was übersetzt so viel heißt wie „Schluss mit dem Aufsteigen, fang an zu leben!“, ist das Motto einer Internet-Selbsthilfegruppe.

Die „World of Warcraft Widows“ (World of Warcraft-Witwen)  teilen ein Problem: Jede von ihnen hat einen geliebten Menschen an das Online-Rollenspiel World of Warcraft verloren, d.h. ein Freund oder eine Freundin hat sich nur noch für das Spiel interessiert und kein normales Leben mehr geführt. Man wird schnell süchtig von solchen Spielen und kann nicht mehr aufhören mit Zocken.

Bis jetzt waren die Kosten für Online-Rollenspiele noch einschätzbar, doch die Spielindustrie hört mit dem bislang üblichen Geschäftsmodell auf, das auf monatlichen Abo-Bezahlungen beruht. Man erkennt immer mehr, dass die Spiele auf einem neuen Geschäftsmodell basieren, dem sogenannten Free-to-Play (kostenlos zu spielen). Diese Vermarktungsmethode kennt keine finanziellen Grenzen. Immer öfter sieht man in der Werbung Spiele, die Free-to-Play sind.

Das Prinzip ist ganz einfach: Man darf sich das Spiel kostenlos downloaden und muss für die Registrierung auch nichts bezahlen. Aber wer in den Spielen aufsteigen will oder besser ein höheres Level erreichen will, muss sich Gegenstände oder Ähnliches kaufen, diese Gegenstände nennt man Items. Mit den Items macht das Spiel mehr Spaß und ist einfacher als ohne. Man fängt erst an, etwa zehn Euro auszugeben, doch nach einer Weile will man mehr und gibt noch mal zehn oder 20 Euro aus – und das wird teuer.

Irgendwann kann man nicht mehr aufhören und hat keine Kontrolle mehr drüber. So gibt man sein ganzes Guthaben nur für ein Spiel aus. Aber nicht nur das Geld ist mit „teuer“ gemeint, nein, auch das Leben. Denn die Leute, die süchtig sind und nicht mehr aufhören können mit dem Zocken, bezahlen auch mit ihren Freunden, da sie nur noch vor dem PC sitzen, nichts anderes mehr tun und an nichts anderes mehr denken. Es ist sehr schwer, mit dem Zocken aufzuhören und die Sucht los zu lassen, wenn man einmal damit angefangen hat.

Ja, es gibt gute Spiele, die Free-to-Play sind und wo man Spaß dran hat, ohne Geld aus zugeben. Aber trotzdem ist es ratsam, aufzupassen was man tut. Und wenn man merkt, dass man immer mehr Lust am Spiel hat, sollte man aufhören, denn es gibt zu viele Menschen, die viel zu viel Geld für solche Spiele ausgeben und Arbeit und Freunde verloren haben.

 Enrico Danch, Ferdinand-Sauerbruch-Gymnasium Großröhrsdorf, Klasse 9b                               

 World of Warcraft dapd

Wer einmal in die Welt von Spielen wie „World of Warcraft“ abgetaucht ist, hat oft Schwierigkeiten, wieder aufzutauchen. Foto: dapd

 

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Ein Kommentar

  1. 6. September 2014 geschrieben in 03:38 | Permalink | Antwort

    So verpönt das Zocken auch sei, so ist psychologisch bewiesen, dass
    das Gaming, ein dem Alter des Spielenden angemessenes Spiel
    vorausgesetzt, förderlich für den Geist des Spielers ist.
    Beim Daddeln von Videospielen lernt man fernab vom Alltag schneller
    als üblich Entscheidungen zu fällen und seine Prioritäten neu zu setzen. Viele Videospiele vermitteln darüber hinaus auch Grundkenntnisse über Ökonomie und fördern die kognitiven Fähigkeiten des Spielers.

    Auch die verschrieen Multiplayer Games können doch manchmal den vorgeworfenen Effekt der Abwendung von der Realität} aufhalten. Der Gamer kann mitunter
    einigen verkommenen Subjekten begegnen, jedoch findet der Gamer häufig genau in seinem Lieblingsspiel Gleichgesinnte.

    Summa summarum: das Daddeln ist geil! Ungeachtet
    des Spiels und auch ob PC,Konsole,Handy,etc. .

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