Gefährliche Invasionen: Welche Folgen Tierschmuggel hat

Wenn man das Wort Invasion hört, dann denkt man sofort an diverse Filme, in denen Außerirdische auf der Erde einfallen und die Menschheit versklaven – oder aber an militärische Truppen, die in ein feindliches Land einfallen.

Doch es gibt auch noch sogenannte biologische Invasionen, bei denen Tiere oder Pflanzen in ein Gebiet gelangen, in dem sie normalerweise nicht vorkommen, und sich dort fortpflanzen. Diese Art der Invasion ist zwar nicht so gefährlich wie ein Angriff durch Außerirdische, doch sie kann ziemlich weitreichende Folgen mit sich bringen. Normalerweise wird die Ausbreitung einer bestimmten Tierart über ihren normalen Lebensraum hinaus durch Ausbreitungsbarrieren, wie beispielsweise Gewässer, Berge oder auch das Klima verhindert.

Manchmal kommt es trotzdem dazu, dass einer Tierart das Übersiedeln in einen neuen Lebensraum ermöglicht wird. Das kann zum Beispiel ein Treibholz sein, das die Überquerung eines Gewässers ermöglicht. Diese Art der Invasion ist natürlich und auch völlig ungefährlich, da sich dadurch die Tiere, die in diesem neuen Lebensraum leben, auf die bald existierende neue Art vorbereiten können.

Eine gefährliche Art der biologischen Invasion entsteht jedoch, wenn der Mensch mehrere Exemplare einer Art in ein fremdes Gebiet einführt. Dies passiert meist zufällig, etwa wenn Tierschmuggler die Beweise für ihr Verbrechen beseitigen wollen oder wenn ein „Sammler“ keine Lust mehr hat, sich um das Tier zu kümmern, das er sich illegal beschafft hat. Wenn solch eine Art nun fähig ist, in dem neuen Lebensraum zu überleben und dort sogar Nahrung im Überschuss vorfindet, dann kann diese Art Probleme verursachen. So können Arten, die in diesem Lebensraum heimisch sind, ausgerottet werden.

Natürlich können diese Tiere auch dem Menschen Probleme bereiten. So kann der Biss einer Giftschlange, die eigentlich in einer anderen Gegend heimisch ist, ziemlich gefährlich werden, wenn man nicht gleich das richtige Gegengift parat hat – eben weil man nicht mit solch einem Tier rechnet. Das macht solche Invasionen enorm gefährlich.

Es sind aber nicht nur Schmuggler daran schuld, wenn solche Tiere in einen neuen Lebensraum gelangen. Der Hauptgrund, der solche Invasionen auslöst, ist die Globalisierung. So bieten die Schifffahrt und der Flugverkehr gute Möglichkeiten, um in einen neuen Lebensraum zu gelangen. Es müssen nur ein paar Tiere einer Art als blinde Passagiere mit an Bord sein und den Transport überleben. Wenn die Neuankömmlinge nun in ihrem neuen Lebensraum genügend Nahrung vorfinden und das Klima auch in Ordnung ist, dann können sich diese Tiere wunderbar vermehren – und schon gibt es beispielsweise in Australien ein massives Vorkommen an Aga-Kröten. Doch solche Einschleppungen lassen sich kaum vermeiden, im Gegensatz zu denen durch Tierschmuggler.

Eric Mark, BSZ Kamenz, Klasse IW 11

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