Traumberuf Trainerin

Ich trainiere im Verein SG Klotzsche Rhythmische Sportgymnastik. Um mehr über den Verein und den Beruf des Trainers zu erfahren, habe ich meine Trainerin Stephanie Lelanz interviewt.

Stephanie, seit wann gibt es den Verein?

Die SG Klotzsche gibt es seit etwas mehr als 50 Jahren. Unsere Abteilung Rhythmische Sportgymnastik gibt es seit Oktober 2007.

Und was ist das Ziel des Vereins?

Ziel der SG Klotzsche war und ist es, vielen Menschen eine Möglichkeit zu geben, verschiedene Sportarten auszuüben und sich sozial zu vernetzen. Der Wunsch unserer Abteilung war es, unabhängig vom Alter und Können der Mädchen die schöne Sportart Rhythmische Sportgymnstik zu vermitteln.

Wie wird man Trainerin?

Zunächst übernimmt man kleine Assistenzaufgaben. Nach und nach übermittelt man den Mädchen dann die Dinge, die man selbst gelernt hat und eignet sich Regeln und Wertungsvorschriften an. Zudem kann man beim Kreissportbund einen Übungsleiterassistenten-Lehrgang und im Anschluss den Trainer C-Lehrgang absolvieren, um eine Trainerlizenz zu erhalten. Inzwischen bin ich seit zehn Jahren Trainerin.

Warum hast du dir diesen Verein rausgesucht?

Im Jahr 2007 haben Kristin und ich nach einer neuen Herausforderung gesucht und wollten unsere Abteilung ganz neu aufbauen. Ein Bekannter hat uns den Kontakt zu der SG Klotzsche vermittelt. Zudem ist die SG Klotzsche mit über 800 Mitgliedern einer der größten Vereine im Dresdner Norden.

Wie viel Kinder dürfen sich höchstens anmelden und warum?

Maximal nehmen wir etwa 40 Mädchen je Zweigstelle auf. Dies ist ein Richtwert. Gründe dafür sind unsere kleine Turnhalle und die Traineranzahl. Mit zwei Trainern darf man maximal 24 Kinder pro Training trainieren.

Warum wolltest du Trainerin werden?

Am Anfang war es eine ungeplante Angelegenheit. Mir wurde von dem damaligen Verein angeboten, eine Trainingsgruppe zu übernehmen. Nach und nach habe ich gemerkt, dass mir das Spaß macht und ich eine gewisse Ader dafür haben, Kindern die Sportart zu vermitteln. Also habe ich mein Wissen erweitert und immer mehr Kinder trainiert. Ziemlich schnell wurde das zu meiner Leidenschaft, die ich bis heute verfolge.

Wie verlaufen die Wettkämpfe?

Wir kommen am frühen Morgen in der Turnhalle an. Als erstes ziehen sich die Kinder ihre Anzüge an und bekommen die Haare gemacht. Ich bezahle in der Zeit das Startgeld, lasse die Atteste und Starterpässe kontrollieren und hole mir die Starterliste. Im Anschluss machen wir uns warm und trainieren unsere Übungen auf der Wettkampffläche. Im Anschluss beginnt der Wettkampf. Die Mädchen werden aufgerufen, präsentieren ihre Wettkampfübungen vor dem Kampfgericht und bekommen eine Punktzahl. Am Ende ist die Siegerehrung. Alle Mädchen bekommen eine Urkunde, die ersten drei außerdem eine Medaille.

Was passiert, wenn sich Kinder beim Wettkampf verletzen?

Es werden sofort Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet. Je nachdem wie schlimm die Verletzung ist, wird das Kind ins Krankenhaus gebracht oder erholt sich in der Halle. Gott sei Dank ist das aber noch nie einem unserer Mädchen passiert.

Lisa Rademacher, Mittelschule Weixdorf, Klasse 8b

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