Unser surfendes Klassenzimmer

Ein Raum voller Elektronik, sieht so das Klassenzimmer der Zukunft aus? Man schreibt auf einem Tablet-PC anstatt in einem Schulheft, man sucht im Internet anstatt im Schulbuch. Vorteil oder Nachteil für Schüler?

Tablets, Smartphones und andere Geräte bringen eine Gewisse Ablenkungsgefahr mit sich, aber dennoch wäre es fortschrittlich für deutsche Schulen. Für eine digitale Schulstunde würde der Unterricht in Echtzeit sprechen. Haben die Kinder mal eine Frage, so können die Antworten gleich recherchiert werden und bleiben nicht unbeantwortet. Außerdem wäre es für die Schüler besser, leichte Tablets anstatt schwerer Schulbücher mit sich herum zu tragen. Die digitalen Medien würden außerdem den Umgang mit der Technik fördern und das selbstständige Arbeiten. „Medienpädagogische Kompetenzen bei Schülern müssen gefördert werden!“, sagte Andreas B. im Interview. Karolin K. sagte, dass „der Unterricht mehr mit der Digitalität verbunden werden sollte“. Auf die die Frage: „Was würdest du an unserer Schule, in Bezug auf die technische Ausrüstung ändern?“, kam oft die Antwort: „Neue Computer an- und Fernseher abschaffen“, „die Fernseher machen immer diese hellen Fiebgeräusche, könnte man nicht lieber Beamer benutzen?“ Aber was, wenn die Technik mal versagt? Wenn beim Beamer plötzlich die Lampe kaputt oder bei einem Tablet-PC plötzlich die Batterie leer ist? Das kann bei einer altmodischen Kreidetafel nicht passieren. Und was ist, wenn die Schüler mehr wissen als die Lehrer? „Lehrer müssen im Umgang mit Technik viel gefördert werden, es gibt nur wenige, die davon Ahnung haben, und unsere Ausstattung auch benutzen“ sagte Andreas. „Würdest du die Initiative ergreifen, wenn sich Lehrer, Schule und Schüler dazu bereiterklären würden, den ersten Schritt in Richtung digitalen Unterricht zu machen?“ „Ja! Ich würde mir noch ein bis zwei andere Schüler mit ins Boot holen, denn alleine wäre das nicht zu bewältigen, aber ich würde mich auf jeden Fall dafür einsetzen!“, sagte der Stellvertretende Schülersprecher. In einer 7. Klasse wurde geäußert, dass der Unterricht dann mehr Spaß machen würde, und das man dadurch besser lernen könnte“. Doch davon gibt es auch eine Kehrseite, zum Beispiel die Ablenkungsgefahr, die Tablet-PCs bieten. Mit sogenannten „Applikationen“ kurz „Apps“ kann viel bei einem solchen PC verändert werden, das Betriebssystem so manipulieren, das selbst geschulte Lehrer keine Macht mehr darüber haben. Und was ist, wenn ein Schüler einen Lehrer mit seinem Smartphone fotografiert? Wo bleibt der Datenschutz, wenn die Kinder das Foto anschließend ins Netz stellen? Das alles sind Nachteile einer Digitalen Welt. Aber will eine Schule auf dem neuesten Stand bleiben, wird sie um die Veränderung des Unterrichts nicht drum herum kommen.

André Lange, 8. Klasse, Gotthold-Ephraim-Lessing-Gymnasium, Kamenz

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