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Den Alltag unter die Lupe nehmen

Antje Ritter hat als Praktikantin sechs Wochen in der Radebeuler Redaktion gearbeitet. In der Zeit traf sie einen Eishockeyprofi, drei indianische Häuptlinge und nervöse Interviewpartner.

„Wer sich nur an Schreibkurse und Lehrbücher über das Schreiben hält, begreift das Wesentliche nicht: Schreiben ist zu Papier gebrachtes Leben“, schreibt Paolo Coelho in seinem neuesten Roman „Aleph“. Wie Recht der brasilianische Schriftsteller hat, zeigte sich bei meiner Arbeit in der Radebeuler Lokalredaktion. Sechs Wochen lang nahm ich direkt am Leben der Mitmenschen teil und war so nah am Geschehen wie beinahe nirgendwo anders.

Den aufregendsten Tag zu benennen, ist daher unmöglich, denn jede Geschichte birgt etwas Einmaliges. Da wäre mein Interview mit einem kanadischen Eishockeyprofi, der in Radebeul sein Zuhause gefunden hat, als auch der Eintrag von drei indianischen Häuptlingen ins Goldene Buch der Stadt oder der restaurierte Schlussstein am Weinberg „Goldener Wagen“. Nervös war ich beinahe vor jedem Termin, da man nie weiß, was genau gleich passieren wird. Sind meine Fragen richtig ausgearbeitet, übersehe ich auch nichts oder werde ich mir alles richtig notieren? All dies sind Überlegungen, die sich in der Gedankenwelt kurz vorher breitmachen. Aber zum Glück sind die Mitarbeiter der Lokalredaktion in Radebeul liebenswerte und hilfsbereite Leute, die mir immer mit Rat und Tat zur Seite standen, sei es bei technischen Fragen, wie man einen Artikel im System anlegt oder wie Sätze besser formuliert werden können, damit der Inhalt besser vermittelt wird. Wenn dann das fertige Werk in der Zeitung abgedruckt ist und man es in seinen Händen hält, ist das Gefühl von Stolz schon in der Brust zu spüren.

Zur SZ bin ich durch eine Initiativbewerbung gekommen. Bereits während meines Studiums der Klassischen Archäologie absolvierte ich ein Praktikum bei einer Tageszeitung und arbeitete dort als freie Mitarbeiterin.  Das Beschreiben von Gegebenheiten und das genaue Studieren von Objekten helfen mir sehr im journalistischen Alltag. So achtet man oft auf bei Terminen auf Dinge, die nicht offensichtlich ins Auge fallen. Sei es das Tonnengewölbe in einer Kirche oder das nervöse Zappeln des Interviewpartners.

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„Zeitungmachen ist eine Frage des Herzblutes“

Jens Ostrowski leitet die jüngste Redaktion der Sächsischen Zeitung. Nur ein Jahr nach seinem Volontariat bei der Westfälischen Rundschau bewarb er sich auf die Stelle in Riesa.

Wie ist es, wenn eine Redaktion aus Dreißigjährigen für die Leser um die Sechzig schreibt? 

Dass der Altersdurchschnitt unserer Abonnenten steigt, alarmiert uns. Wir werden aber nicht den Fehler machen und eine Seniorenzeitung produzieren. Wir setzen auf eine Themenmischung, die für alle Generationen etwas bereithält. Wir machen eine Zeitung für die ganze Familie, weil wir nur so bei potenziellen – auch jungen – Neuabonnenten punkten können. Das junge Durchschnittsalter unserer Redaktion spielt bei den Lesern keine spürbare Rolle. Was man aber manchmal zu hören bekommt, gerade wenn in der Zeitung ein Fehler passiert ist, vielleicht der Straßenname falsch geschrieben wurde: „Na ja, die kommen ja nicht von hier.“ Und gerade weil nicht alle aus unserer Redaktion aus der Region stammen, ist es besonders wichtig, noch aufmerksamer zu arbeiten.

Und wo liegt der Altersdurchschnitt bei den Lokalchefrunden?

Wie alt die Kollegen im Einzelnen sind, weiß ich natürlich nicht genau. Der Durchschnitt liegt so bei Anfang 50. Ich selbst bin im Februar 30 geworden – und damit das Nesthäkchen in der Lokalchefrunde.

Viele junge Leute zieht es nach Berlin, Hamburg oder Dresden. Warum ist Riesa der richtige Ort für junge Journalisten?

Ich kenne ja die Arbeit in der Großstadtredaktion Dortmund, die unheimlich viel Spaß gemacht hat. Aber, um als Redaktionsleiter Fuß zu fassen, kann ich mir keinen besseren Ort als den Altkreis Riesa vorstellen. Hier gibt es alles, was man braucht, um Zeitung zu machen. Die Stadt befindet sich im Strukturwandel, hier gibt es ein eigenes Amtsgericht, eine Justizvollzugsanstalt, mehrere wirtschaftliche Globalplayer, die Gedenkstätte eines ehemaligen Kriegsgefangenenlagers, hier sind 1945 Ost- und Westfront aufeinander getroffen. Dazu kommt ein Fußballverein mit großer DDR-Tradition, der wieder in die Oberliga aufsteigen will. Nicht zu vergessen: Hier wohnt die NPD-Bundesführung, hier sitzt der NPD-Verlag Deutsche Stimme. Das alles zusammen macht die journalistische Arbeit hier unheimlich spannend.

Wie sind Sie so schnell Chef geworden?

Durch eine Stellenanzeige bei newsroom.de. Die Aussicht darauf, eine Lokalausgabe weiterzuentwickeln, hat einen unheimlich großen Reiz auf mich ausgeübt. Und das hat sich bis heute nicht geändert. In diesen schwierigen Zeiten ein Blatt zu machen, das nicht nur die Bestandsleser befriedigt, sondern auch neue findet, halte ich für eine riesengroße Herausforderung. Man braucht Ideen und muss viel ausprobieren. Und man darf sich nicht zu schade sein, Neuerungen, die nicht funktionieren, wieder rückgängig zu machen. Solche Aufgaben sind nichts für Sicherheitsfanatiker. Mich reizen sie. Mir ist bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist, ein Jahr nach dem Volontariat auf eine Redaktionsleiterstelle zu rutschen. Bei der SZ habe ich die Chance vor anderthalb Jahren geboten bekommen. Und das war für mich auch der Hauptgrund für den beruflichen Wechsel aus einer Mantelredaktion zurück ins Lokale.

Fehlt Ihnen als Redaktionsmanager manchmal das Schreiben?

An die Umstellung muss man sich gewöhnen. Plötzlich geht es nicht mehr nur darum, Themen zu finden, Termine wahrzunehmen und diese für die eigene Seite zu schreiben. Plötzlich geht es um das große Ganze. Um Etatfragen, um Personalplanung, um sämtliche administrative Aufgaben, die mit Journalismus rein gar nichts zu tun haben. Dazu kommt der redaktionelle Alltag, aus dem man sich in einer fünfköpfigen Redaktion nicht komplett herausnehmen kann. Freiräume sind aber wichtig, wenn man die Zeitung weiterentwickeln möchte. Die Konzeptplanung von Serien, neuen Rubriken, Formen der Leser-Blatt-Bindung braucht Zeit, die man sich nehmen muss. Ich weiß ein junges, dynamisches Team hinter mir, das mir diese Freiräume ermöglicht – und auf das ich mich verlassen kann.

Was macht Ihre Redaktion anders als die alten Hasen?

Ich habe in den letzten zehn Jahren gemerkt, dass es keine Frage des Alters ist, ob eine Redaktion eine gute Zeitung macht oder eben nicht. Mir sind Kollegen mit 40 Jahren Berufserfahrung über den Weg gelaufen, die ihr Blatt richtig rocken, die überraschende Themen setzen und auf ausgefallene Optiken stehen. Dann sind mir junge Kollegen begegnet, die Zeitung so verstehen, wie sie vor dreißig Jahren gemacht wurde. Das Klischee von dynamischen Jungen und eingestaubten Alten ist also völliger Quatsch. Zeitungmachen ist eine Frage des Herzblutes und nicht des Alters. In Riesa wollen wir überraschende Inhalte in frischen Optiken präsentieren. Zum einen brauchen wir Themen, die große Teile unserer Leserschaft interessieren. Und wenn die noch optisch so präsentiert sind, dass sie den Leser schnell leiten und dazu noch verblüffen, weil das Layout aus dem Rahmen fällt, sind wir zufrieden. Aber die Zeitung darf nicht zum Kirmesblättchen werden.

Wie sieht die optimale Ausgabe also aus?

Man braucht eine durchgehend sauber gestaltete Zeitung mit einzelnen Höhepunkten. Alles in allem ist das der tägliche Versuch, Henri Nannens berühmten Küchenruf zu provozieren: „Hast Du schon gelesen, was in der Zeitung steht?“ So landet die Azubi-Serie in den Händen des Enkels. So gelangt der Kita-Test zur jungen Familienmutter. Und so erfährt auch der Nichtleser, dass der Bürgermeister beim Diebstahl von gemeindeeigenen Pflastersteinen erwischt wurde. Wann immer ein Nichtleser unsere Zeitung in die Hände bekommt, muss er Themen finden, die ihn brennend interessieren. Je öfter das geschieht, desto größer die Chance, dass er künftig für unsere Inhalte zahlt.

Die Fragen stellte Dagny Rößler.

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Macht Zeitunglesen schlau?

Bei der „Mission Grips“ bekommen Azubis ein Zeitungsabo gesponsert. Die 17-jährige Julia Rump liest seitdem regelmäßig. Für sie zahlt sich die Aktion schon jetzt aus.

Wissen, was in Dresden passiert – das ist für Julia Rump schon lange wichtig. Während die 17-Jährige früher gelegentlich einen Blick in die Sächsische Zeitung der Oma warf, hat sie mittlerweile ihr eigenes Abo. Das wird finanziert von ihrem Ausbildungsbetrieb, den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB). Vorstand Hans-Jürgen Credé ist von dieser Maßnahme für die eigenen Azubis überzeugt: „Es hilft ihnen, politische, ökonomische, kulturelle und soziale Zusammenhänge besser zu erkennen und bildet eine solide Basis, um sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.“

Rund 20 Unternehmen verfolgen diesen Ansatz und nehmen deshalb an der „Mission Grips“ der Sächsischen Zeitung teil. Dabei wird wissenschaftlich untersucht, wie sich die tägliche Zeitungslektüre auf das Allgemeinwissen der Teilnehmer auswirkt. Dazu hat Professor Lutz Hagen vom Institut für Kommunikationswissenschaft der TU Dresden gemeinsam mit seinen Mitarbeitern Fragebögen entwickelt. So testet er vor dem Start des Zeitungsabos das Allgemeinwissen der Jugendlichen. „Es werden unter anderem Fragen aus Politik, Geschichte, Wirtschaft, Naturwissenschaften und auch zur Sprache gestellt“, sagt Hagen. Während des Testjahres gibt es dann alle 14 Tage ein kleines Quiz, das sich auf aktuelle Themen bezieht, die auch in der Zeitung stattgefunden haben. Direkt am Computer am Arbeitsplatz können die Jugendlichen diese Tests absolvieren. „Das regelmäßige Quiz dient vor allem dazu, die Azubis immer wieder für das Projekt zu motivieren“, sagt Hagen. Kleine Preise für die Bestplatzierten würden weitere Anreize schaffen.

Nach Ablauf eines Kalenderjahres werden die Jugendlichen dann noch einmal von der TU Dresden getestet. Inwiefern sich die Jugendlichen durch das Zeitunglesen mehr Wissen aneignen wird auch dadurch herausgefunden, dass es parallel eine Kontrollgruppe gibt. Diese Jugendlichen lesen wiederum keine Tageszeitung. „Bisherige Studien haben schon gezeigt, dass es positive Zusammenhänge zwischen dem Zeitunglesen und dem Wissen gibt“, sagt Professor Hagen. Zudem werde dadurch eine Kette angestoßen: Wer mehr weiß, bringt auch mehr Interesse für weitere Themen auf – was wiederum dazu führt, dass sich diejenigen weiter informieren wollen. Zum Abschlusstest gehören dann Fragen wie „Was ist größer: Umsatz oder Gewinn“ oder „Wie heißt der deutsche Vizekanzler“.

Am Politikteil der Zeitung bleibt DVB-Azubi Julia Rump meist nicht lange hängen. Aber auf ihre Zeitung verzichten möchte sie auch nicht mehr. „Gerade wenn ich den ganzen Tag am Rechner gesessen habe, ist das Lesen nach der Arbeit eine gute Abwechslung.“ Besonders freut es sie, dass ihr Unterhaltungen zunehmend leichter fallen. „Wenn man für die DVB arbeitet, erwarten viele Menschen ja auch, dass man sich mit der Stadt und den aktuellen Diskussionen gut auskennt“, sagt Julia Rump.

Von Juliane Richter

Anmeldungen zu dem Projekt sind noch möglich. Kontakt Solveig Kriese Tel. 0351 48 64 24 86.

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Am Laufsteg der Schwarzen Szene

Volontäre stellen sich vor: Anna Hoben (28) hat schon als Kind das Schreiben für sich entdeckt. Und wäre dennoch fast  Lehrerin geworden.

Klick gemacht hat es…

als ich mit elf meinen ersten Artikel in der Hand hielt. Meine Heimatzeitung, die Schwäbische Zeitung, hatte beim Kulturufer-Festival in Friedrichshafen einen journalistischen Workshop für Kinder veranstaltet. Stift und Schreibblock in die Hand und losgeflitzt: zu den Künstlern hinter der Bühne, zu den Köchen im Esszelt, zu den Besuchern auf der Straße. Ich merkte: Als Reporter durfte man mehr. Und man sah mehr. Außerdem machte das Schreiben Spaß. Und am Ende stand mein Name drunter! Nach dem Abitur fing ich als Praktikantin bei der Schwäbischen Zeitung an und machte als freie Mitarbeiterin weiter.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht…

dass ich Sächsisch mal besser finden würde als Schwäbisch.

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen…

dass ich im Jahr 2012 als Deutsch- und Englischlehrerin mit Fünftklässlern Genitiv und Dativ üben und mit Zwölftklässlern Schiller und Kafka lesen würde. Oder ich würde als Promotionsstudentin in einem muffigen Büro an der Uni sitzen, lesen, lesen, lesen – und dann einen ziemlich langen Artikel schreiben. In Konstanz am Bodensee habe ich Germanistik, Anglistik und Amerikanistik studiert, fürs Lehramt an Gymnasien. Das war aber immer nur Plan B. Plan A war schließlich, Journalistin zu werden. Deshalb habe ich parallel zu meinem Studium an der Münchner Journalistenschule ifp eine journalistische Ausbildung absolviert, mit Praktikumsstationen beim Kölner Stadt-Anzeiger, bei der Sächsischen Zeitung, beim NDR und ZDF. 2008 ging ich für ein Jahr in die USA und studierte in Yale African American Studies, während Obama seinen ersten Wahlkampf betrieb. Nach dem Examen bewarb ich mich bei der Sächsischen Zeitung um ein Volontariat – und entschied mich für ein Leben mit Journalismus.

Ich bin Spezialist für…

Reportagen, Porträts, Gesellschafts- und Kulturthemen.

An die Geschichte erinnere ich mich oft…

als ich für eine Reportage über das Wave Gotik Festival in Leipzig Protagonisten suchte. Jedes Jahr zu Pfingsten ist die Stadt Treffpunkt und Laufsteg für die Schwarze Szene, die inzwischen ziemlich bunt ist. Ich traf ein Pärchen aus Nürnberg, das für jeden der vier Festivaltage ein anderes Kostüm dabei hatte, alles selbst geschneidert und gebastelt. Ich begleitete sie fast rund um die Uhr und durfte zusehen, wie sie sich stylten: für ihre Premiere im Latex-Outfit. Das Anziehen und Schminken dauerte zweieinhalb Stunden – und war noch interessanter als das anschließende Schaulaufen. Immer wieder sehe ich außerdem die Gesichter der Asylbewerber vor mir, über die ich in Pirna eine Serie geschrieben habe, und frage mich, was aus ihnen geworden ist.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt…

als ich 2007 ein Praktikum im Kulturressort machte. Ich bekam Verantwortung, Förderung und die Freiheit, mich auszuprobieren. Als ich vier Jahre später fürs Volontariat nach Dresden zog, war das auch eine Bauchentscheidung – die richtige.

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Gleich am ersten Tag zum Termin

Einstieg übers Praktikum: Wie kann ich mich bewerben? Was erwartet mich? Wie kann  es danach weitergehen? Antworten gibt’s am Beispiel der Döbelner Lokalredaktion.

Wie ein Praktikum in einer Lokalredaktion der SZ ablaufen kann, erklären die Redaktionsleiterin des Döbelner Anzeigers, Elke Görlitz und Praktikantin Michelle Hillebrand. Die 15-Jährige vom Johann-Mathesius-Gymnasium  hat in der neunten Klasse in der Redaktion gearbeitet.

Wen wir für ein Praktikum suchen:

Schüler oder Studenten, die nicht nur ihre Zeit absitzen, sondern wirklich etwas über unser Handwerk lernen wollen.

Welche Eigenschaften ich als Praktikantin mitbringe:

Ich schreibe gern und interessiere mich dafür, wie ein Tag in einer Zeitungsredaktion abläuft. Da erfährt man schließlich als Erster, was gerade los ist.

Wie du zu einem Praktikum bei uns kommst:

Terminlich sind wir sehr flexibel, Voraussetzung ist eigentlich nur, dass ein Arbeitsplatz frei ist – und das ist meistens so. Die Praktika dauern meist 14 Tage. Melde dich am besten persönlich. Denn manche schicken auch die Eltern vor, das macht allerdings nicht den besten Eindruck. Also anrufen oder mailen oder eine schriftliche Bewerbung schicken und um einen Termin für ein Vorstellungsgespräch bitten.

Wie ich beim Döbelner Anzeiger beworben habe:

Für mich war relativ schnell klar, dass ich mein Praktikum in der 9. Klasse bei einer Zeitung mache, weil ich später Journalistin werden möchte. Deshalb habe ich mir einfach die Telefonnummern einiger Zeitungen in der Nähe besorgt. Zuerst habe ich in der Redaktion nachgefragt, ob ein Praktikum prinzipiell möglich wäre. Dann habe ich Frau Görlitz meinen Lebenslauf und meine Bewerbung geschickt. Ein paar Tage später hat sie mich dann zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Davor war ich ziemlich aufgeregt. Aber ich hätte mir gar keine Sorgen machen müssen. Frau Görlitz war total nett. Im Großen und Ganzen ging es nur darum, warum ich mich für ein Praktikum bei der Zeitung interessiere und was ich mir so darunter vorstelle.

Was die Praktikanten bei uns lernen können:

Erst einmal, dass Zeitungmachen wirklich harte Arbeit ist. Man braucht einen klugen Kopf, muss neugierig und hartnäckig sein, auf die Menschen zugehen können und sich nicht einschüchtern lassen. Denn erst wer genug interessante Informationen gesammelt hat, kann sie auch spannend aufschreiben. Und auch das lernen die Praktikanten bei uns.

Wie mein Praktikum gelaufen ist:

Ich durfte gleich am ersten Tag zu einem Termin bei der Schuldenberatung in Döbeln mitgehen und dann einfach „drauf-los-schreiben“. An den nächsten Tagen war ich dann einige Male bei Verhandlungen im Amtsgericht. Der erste Artikel von mir, der veröffentlicht wurde, war ein Gerichtsbericht. Ich habe nicht nur gelernt, wie man einen Artikel von der Überschrift bis hin zum letzten Satz gleichzeitig informativ und spannend schreibt. Mir fällt es auch leichter, einfach mal auf wildfremde Leute zuzugehen. Denn darum kommt man einfach nicht herum, wenn man für die Zeitung unterwegs ist, auch wenn man – wie ich – eigentlich eher schüchtern ist.

Wie wir unseren Praktikanten helfen:

Indem wir sie zunächst mitnehmen, das heißt, die Praktikanten begleiten einen oder mehrere Redakteure bei Terminen und Recherchen. Dann geht es mit kleinen Aufgaben weiter und wer wirklich Interesse und Talent hat, darf auch mal eine Reportage probieren.

Wie mir die Redaktion geholfen hat:

Alle in der Redaktion waren total nett und haben mir geholfen, wenn ich Fragen hatte. Am Anfang war es nämlich nicht ganz einfach, mit dem PC-Programm klarzukommen. Manchmal wusste ich auch einfach beim Textaufbau nicht weiter oder was ich am besten in die Überschrift schreiben sollte und wie ich einen interessanten Einstieg hinbekomme. Auch Frau Görlitz hat sich immer wieder interessante Aufgaben für mich überlegt.

Wie es für dich nach dem Praktikum bei uns weitergehen kann:

Bestenfalls bleiben die Praktikanten dabei und schreiben weiter für unsere Zeitung, zum Beispiel in den Ferien oder an Wochenenden. Die größten Talente erhalten von uns eine individuelle Förderung entsprechend ihrer jeweiligen Voraussetzungen.

Wie ich mit dem Döbelner Anzeiger in Kontakt geblieben bin:

Gegen Ende des  Praktikums hat Frau Görlitz mir dann gesagt, dass ich auch gern in den Ferien mal wieder ein paar Tage für den Döbelner Anzeiger arbeiten kann. Seitdem bin ich vor allem in den Ferien fleißig am Schreiben. Zum Beispiel habe ich einen Tag lang den historischen Besiedlungszug begleitet und habe später in einem Artikel meine Eindrücke geschildert.

Von Dagny Rößler

Mehr über die Ausbildungswege bei der Sächsischen Zeitung erfährst du hier.

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Schöne Geschichten aus der Provinz

Volontäre stellen sich vor: Carina Brestrich (24) kam vom Radio zur Zeitung – und arbeitet gern in der Oberlausitz.

Klick gemacht hat es…

als ich im dritten Semester war. An der Universität Leipzig studierte ich zu der Zeit im Bereich Kommunikations- und Medienwissenschaft – ein sehr vielfältiges Fach, das viele Möglichkeiten bietet, sich auszuprobieren. Ich entschied mich, es zunächst beim Radio zu versuchen. Ein Schnupperwochenende brachte mich zum Lokalradiosender der Uni, wo ich neben dem Studium mitarbeiten konnte. Vom Radio ging es später zur Zeitung. Bei einem Praktikum zeigte sich: Das ist genau das Richtige für mich.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht…

dass  selbst in der tiefsten Provinz viele schöne Geschichten schlummern.

Mein Leben ohne Journalismus würde so aussehen…

dass ich wahrscheinlich heute noch überlegen würde, welcher Beruf für mich geeignet ist. Wahrscheinlich wäre es trotzdem was mit Medien geworden. Schließlich gehöre ich zu der „Was mit Medien“-Generation und habe auch in die Richtung studiert.

Ich bin Spezialist für…

Porträts. Es macht mir Spaß, im Gespräch das Besondere eines Menschen herauszufinden und dann in einer Geschichte zu erzählen. Jeder hat irgendetwas, dass ihn interessant macht – ein besonderes Talent, eine herausragende Leistung, eine spannende Lebensgeschichte oder eine verrückte Idee.

An die Geschichte erinnere ich mich oft…

als ich einen Bestatter einen Tag begleitete. Ich durfte zuschauen, wie er einen Toten für die Bestattung vorbereitet – mit allem Drum und Dran. Sie ist zwar nie in der SZ erschienen, aber ich habe sie im Rahmen eines Kurses an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg geschrieben. Der gehört zur Volontärs-Ausbildung.

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt…

als ich nach meinem Vorstellungsgespräch meine Heimat Bautzen besucht habe. Auf der Fahrt ist mir bewusst geworden, wie schön es dort eigentlich ist. Da stieg in mir schon ein wenig Sehnsucht auf. Damals habe ich über 700 Kilometer weit weg in Süddeutschland gewohnt und dachte nicht, dass meine Bewerbung bei der SZ auch zum Erfolg führt.

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Mittendrin im Redaktionsalltag

Kevin Schwarzbach hat bei der Schüler-SZ mitgemacht. Er erzählt, wie es nach dem Projekt für ihn in der Riesaer Redaktion weiterging.

Kevin Schwarzbach hat an der entscheidenden Stelle die Hand gehoben und schon ging es für ihn hinein in die journalistische Praxis. In Deutsch wedelte die Lehrerin mit einem Artikel der Sächsischen Zeitung und fragte, wer bei der Schüler-SZ mitmachen wolle. Kevin zögerte nicht lange und bewarb sich: „Wenige Tage später habe ich per Mail die Zusage bekommen und war glücklich“, sagt der 18-Jährige.

Erste Texte schrieb Kevin schon für seinen Fußballverein. Wöchentlich berichtete über die Spiele der SG Canitz. Bei der Schüler-SZ probierte er andere Themen und Texttypen aus: Er testete die bekanntesten Riesaer Jugendeinrichtungen und listete deren Vor- und Nachteile auf. Er interviewte Riesas Oberbürgermeisterin Gerti Töpfer dazu, wie die Stadtverwaltung Jugendliche unterstützt und besprach die neue Faust-Inszenierung an seiner Schule, dem Werner-Heisenberg-Gymnasium.

Jeder Artikel hat seine eigene spannende Geschichte

Kevin fühlte sich wohl in der Redaktion, weil die Mitarbeiter auf Augenhöhe mit ihm reden. „Mir wurde sofort das Du angeboten“, erzählt der Zwölftklässler. Als letzter Jugendredakteur verließ er die Redaktion. Der Einsatz zahlte sich für Kevin aus, der Redaktionsleiter machte ihm am Ende klar, dass er ihn nicht aus den Augen verlieren wolle. Es folgten zwei Wochen Praktikum, in denen er freier arbeiten konnte als bei der Schüler-SZ.

Nun rief er selbst die Fotografen an und bestellte sie zum Termin. „Jetzt stecke ich mittendrin im Redaktionsalltag“, sagt er. Denn auch nach dem Praktikum ging es für Kevin weiter. Als freier Mitarbeiter ist er oft am Wochenende für die SZ in Riesa unterwegs. An Themen beackert er alles von A bis Z. „Jeder Artikel hat seine eigene, spannende Geschichte“, sagt er. Ob das nun die Hochzeitsmesse, das Drachenfest oder der Gullydeckeltest sei.

Kevin will Lesern die Geschichten erlebbar machen, sie dazu bringen, über bestimmte Themen nachzudenken und ihnen für Probleme Lösungen anbieten. Das Sammeln vieler Erfahrungen hat sich ausgezahlt: „Ich bekomme heute viel mehr Texte und Überschriften ohne Korrekturen durch als früher “, erzählt er. Das Wissen kann er nun an anderer Stelle weitergeben, als Chefredakteur der Schülerzeitung und der Abi-Zeitung.

Von Dagny Rößler

Hier erreichst du die Redaktion in Riesa.

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Als Reporter bei Prostituierten

Volontäre stellen sich vor: Thomas Christmann (25) hat schon im Studium viel ausprobiert – und übernimmt auch unangenehme Aufgaben. 

Klick gemacht hat es…

als ich für die regionale Online-Plattform Snapscouts gearbeitet habe. Auf Partys unterwegs sein, Fotos machen, Berichte schreiben, Kontakte knüpfen – dort liegen die Anfänge. Es folgte ein Praktikum bei der Lokalredaktion der Sächsischen Zeitung in Zittau, eine freie Mitarbeit und ein Medienmanagement-Studium an der Hochschule Mittweida. Dort durfte ich in praxisnahen Projekten unter anderem als Redaktionsleiter beim Nachrichtenportal medienMITTWEIDA und Pressesprecher für das Campusfestival arbeiten, zum Medienforum mit  Ex-RTL-Chef Helmut Thoma ein Videointerview führen sowie im Fernsehstudio vor vollen Zuschauerrängen Sachsens Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich über die Grenzkriminalität und  die ehemalige Kultusministerin Eva-Maria Stange zum Hochschulgesetz befragen. Eine neue, aufregende und erlebnisreiche Zeit.

Vor dem Volo hätte ich nicht gedacht…

dass ich in der Zeit mit eigenen Projekten vertraut werde wie „Schüler und Zeitung“, Mittelschulbeilage, Hochzeitsseite, der Serie „Handel im Wandel“ und am Nachwuchskonzept in Form dieser Seite mitarbeiten kann. Sie bedeuten Verantwortung, aber auch Vertrauen.

Mein Leben ohne Journalismus hätte so ausgesehen…

dass ich irgendwas mit Medien mache. Dort ließ das Studium auch alle Möglichkeiten offen. Nur stand das bislang nicht zur Diskussion.

Ich bin Spezialist für…

unangenehme Aufgaben, die kein anderer übernehmen will oder zusätzlich anfallen. Das steht zumindest in einigen Bewertungsbögen. Zudem habe ich mich in meiner Abschlussarbeit mit der Bedeutung von Social Media für Journalisten beschäftigt, nutze seither Facebook und Twitter für die Themensuche oder weitere Recherche. Glücklicherweise nimmt  die Zahl der digitalwilligen Kollegen zu.

An die Geschichte erinnere ich mich oft…

als ich zum ersten Mal ein Bordell besuchte, rein beruflich natürlich. Eine Kollegin bat mich, sie für einen Bericht über Prostitution nach Tschechien zu begleiten. Eine Frau, nachts, allein, im Puff – nein, das ging nicht. Aber keiner der anderen Kollegen konnte (oder wollte) mit. Schon kurz hinter die deutschen Grenze, am Ortseingang von Rumburk, leuchtete ein rotes Herz: Ein Nachtclub. Auf einem benachbarten Supermarkt-Parkplatz hielten wir. Zwei dubiose männliche Gestalten standen dort, sprachen uns in Landessprache an, doch bald wieder zu verschwinden. Lange wollten wir auch nicht bleiben. Meine Kollegin schloss sich im Auto ein. Ich begab mich allein zum Haus. Die Suche nach der Klingel blieb erfolglos. Stattdessen öffneten mir zwei Damen in Unterwäsche die Tür, brachten mich in den Raum, wo zwei ältere, noch leichter bekleidete Damen, an der Bar standen. Diskokugel, Tanzstange, Rotlicht – und kein Sex. Trotz Erstaunen der Damen darüber kam ich gleich zur Sache: In gebrochenem Deutsch kamen die Antworten über Preise, Kunden und die Probleme der Branche. Dank einer Überwachungskamera über der Bar konnte ich das Geschehen auf dem Parkplatz beobachten. Die Männer näherten sich unserem Auto, griffen zum Telefon. Die Damen befummelten mich bereits, gingen sogar mit dem Preis runter, wollten meine Handynummer. Ich zeigte ihnen mein leeres Portemonaie, auf die Kamera, riss mich los und lief zur Tür. Als wir losfuhren, kam die Polizei…

Dass ich bei der SZ richtig bin, habe ich gemerkt…

als ich die Chance für das Volontariat bekommen habe. Schließlich bewarben sich noch mehr um die Stelle. So konnte ich nicht nur Kollegen und Arbeitsweise in den verschiedenen Ressorts wie Lokales, Online, Kultur, Politik und Wirtschaft der Sächsischen Zeitung kennenlernen, sondern auch einen vierwöchigen Kurs an der Henri-Nannen-Schule in Hamburg belegen, das Korrespondentenbüro in Berlin besuchen, monatlich an Weiterbildungen teilnehmen und auf eigenen Wunsch bei der Dresdner Morgenpost arbeiten. Und wer sich anstrengt, dem bietet sich auch eine Perspektive im Unternehmen.

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Jeden Tag ein anderer Fall

Alexander Schneider berichtet für die Sächsische Zeitung aus dem Gerichtssaal. Langweilig wird es dort nicht.

Immer wenn in Dresden jemand gegen die Gesetze verstößt oder es brennt, ist Alexander Schneider gefragt. Er ist seit dem Jahr 2000 Justiz- und Polizeireporter der Sächsischen Zeitung. Den Vormittag verbringt der 45-Jährige im Amts- oder Landesgericht, sitzt stundenlang in Verhandlungen, spricht in Pausen mit Zeugen und Anwälten. Wieder in der Redaktion ruft er bei der Polizei an, um zu fragen, wo die Beamten den Tag über im Einsatz waren.

Jeden Tag läuft er die gleichen Wege ab, mitunter hat er es sogar mit ähnlichen Fällen zu tun und doch wird es für ihn nie langweilig. Gleich mehrere Prozesse gegen die mutmaßlichen Blockierer der Nazidemo am 19. Februar 2011 schaut er sich an. „Keine Verhandlung läuft gleich ab“, sagt er. Vorn steht immer ein anderer Richter, der seinen eigenen Befragungsstil pflegt; Angeklagte mit unterschiedlichen Beweggründen; Anwälte, die verschiedene strafmildernde Argumente finden; Zeugen mit einem anderen Blick auf die Tat. Jeder hat seine Rolle.

Fast wie im Theater

Im Prinzip ist eine Gerichtsverhandlung wie ein kleines Theaterstück. Eine spannende Geschichte – die Tat – steht im Mittelpunkt. Die Protagonisten sitzen im Zeugenstand und auf der Anklagebank. Das Stück selbst steht in groben Zügen in den Akten. Doch auch wenn jeder seine Rolle zigmal einstudiert hat, weiß man nie, welches Urteil am Ende gefällt wird.

Der Reporter kann im Zuschauerbereich alles verfolgen. Vor Gericht stellen andere die Fragen, versuchen herauszufinden, was warum passiert ist. Zu tun hat Alexander trotzdem genug. Er schreibt viele Details mit. Dabei geht es ihm weniger um Paragrafen, sondern darum, den Fall plastisch zu schildern. Wie lief die Tat ab, wie ist es dazu gekommen, was passiert überraschend im Gerichtssaal. Dem Reporter ist es wichtig, auch den Angeklagten zu Wort kommen lassen. „Es geht auch immer um die Frage, was einen Menschen zu so einer Tat bewogen hat“, sagt Alexander Schneider.

Strafmaß nicht ausschlaggebend

Die meisten Zuschauerplätze bleiben leer. Das erste Mal ging er als Volontär der Fränkischen Landeszeitung aus Neugier ins Amtsgericht, das gleich gegenüber war. „Verhandlungen kannte ich vorher nur aus Filmen“, erzählt er. Bei der Auswahl der Fälle ist für ihn nicht die Höhe der Strafe ausschlagend, oft sind die kleineren Delikte die interessanteren: „Der alltägliche Wahnsinn ist oft spannender.“ Die Staatsanwaltschaft fordert für die mutmaßlichen Blockierer einer Nazi-Demo Geldstrafen von wenigen Hundert Euro.

Um den Platz für Gerichtsberichte und Polizeimeldungen musste der Redakteur vor einigen Jahren noch kämpfen. „Vielen Zeitungen war Kriminalität zu schmutzig“, sagt er. Alexander Schneider ist es wichtig, dass die Dresdner wissen, was in ihrer Stadt los ist. Schließlich könnten sie vom Polizeigeschehen betroffen sein. „Die Leute wollen informiert werden, wenn in ihrer Straße eingebrochen wurde“, sagt er. Doch seit ein paar Jahren schätzen die Redaktionen die kurzen Geschichten aus dem Gerichtssaal. Am besten kommen beim Leser Fortsetzungen an. Wenn schon eine Polizeimeldung in der Zeitung stand und jetzt der Fall vor Gericht verhandelt wird. „Die Leute wollen immer wissen, wie es ausgeht.“

Von Dagny Rößler

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Der SZ-Schulnavigator: Eltern raten Eltern

Eltern raten Eltern – besser geht es gar nicht. Noch dazu, wenn es um eine so wichtige Entscheidung geht wie die der richtigen Schulwahl.

Deshalb befragen Schulforscher der TU Dresden nun schon zum dritten Mal Eltern in Sachsen für den SZ-Schulnavigator, einen mittlerweile bewährten wie anerkannten Tipp-Geber. Der Vorsitzende des Landeselternrates, Andreas Hellner, nennt ihn „eine hervorragende Gelegenheit für Eltern, ihre Sicht auf verschiedene Aspekte von Schule darzustellen“. Es würden auch Fragen erörtert, die nicht Bestandteil anderer wissenschaftlicher Erhebungen sind.

64 Gymnasien haben bislang signalisiert, mitmachen zu wollen. Erstmals werden nicht nur die Mütter und Väter ausgewählter Klassen- und Jahrgangsstufen gebeten, sich zu beteiligen, sondern alle Eltern des jeweiligen Gymnasiums. Das sind rund 25.500 – damit ist diese Umfrage die größte.

Und auch das ist neu: Die Eltern bekommen keinen Fragebogen mehr ausgehändigt. Sie werden gebeten, online zu gehen und Klicks zu machen. Sie erhalten dafür ihre Zugangscodes und Passwörter. Weil die lediglich Rückschluss auf die jeweilige Schule zulassen – was für die wissenschaftliche Auswertung unerlässlich ist –, ist die Anonymität gewährleistet. Und weil die Codes nur einmal einen Zugang zum Fragebogen gestatten, wird Missbrauch ausgeschlossen. (SZ)